Je näher die tatsächliche Verfügbarkeit der neuen Android-Telefone rückt, desto schwieriger wird die Entscheidung, denn es werden immer neue Informationen bekannt, die hier Einfluss nehmen.
Leider ist das fast durch die Bank Negatives, das mich vom einen Hersteller zum anderen und wieder zurück treibt und die Vorfreude durchaus trüben kann.
Nachdem ich mir bewusst gemacht hatte, was ein PenTile-Display (Nexus One, Desire) wirklich bedeutet, war ich schon fast beim Xperia X10 angekommen. Der Kontrast des AMOLED von Nexus One und Desire würde mir zwar gefallen, wichtiger ist mir aber eine möglichst scharfe Textdarstellung und nicht zuletzt halbwegs ertägrliche Ablesbarkeit auch in der Sonne.
Da trifft eine neue Hiobsbotschaft ein, diesmal zum Xperia X10: Es unterstützt kein Multitouch, und zwar nicht nur wegen Android 1.6, sondern weil die Hardware nicht mitspielt. Außer dem Blogkommentar eines Mitarbeiters hier gibt es dazu zwar keine offizielle Aussage von Sony Ericsson, aber es scheint doch recht gesichert zu sein, da auch kein Dementi zu hören war. (Und das, obwohl es vorher Aussagen von SE-Mitarbeitern gab, die Multitouch mit Android 2.1 bestätigten …)
Wahrscheinlich stellt sich dann, nachdem alle deswegen aufs Desire ausgewichen sind, letztendlich heraus, dass in dem Kommentar von „echtem“ Multitouch a la iPhone die Rede war (im Gegensatz zum „Dual-Touch“ von Nexus One und Desire). X-) Eine echte, offizielle Aussage zum Thema von Sony Ericsson wäre jedenfalls mehr als wünschenswert.
Das ist natürlich schon ein bisschen hart. Mit Android 1.6 hätte ich noch leben können, in der Hoffnung, dass das Update dann auch bald kommt. Der fehlende Trackball zur Cursorpositionierung wäre auch verschmerzbar gewesen – schließlich bietet das Gerät eine Kamera wie keine andere im Android-Bereich, was mir durchaus nicht unwichtig ist.Aber kein Multitouch? Dual-Touch wie bei Nexus One und Desire, das für Pinch-to-Zoom gut ist, aber sonst kein echtes Multitouch bietet, wäre ja völlig ausreichend. Mehr als Pinch-to-Zoom habe ich beim iPhone ja auch nie benutzt. Aber ganz ohne? Das wäre schon sehr schade.
Bleibt also momentan nur, das kleinste Übel zu wählen oder gar auf das Samsung Galaxy S zu warten. Nach dem, was man über die Freuden von Samsung-Usern mit ihrem Galaxy so hört, glaube ich aber nicht, dass ich einen Androiden von Samsung haben will.
Zusammenfassend aus meiner Sicht:
Sony Ericsson Xperia X10: Tolles Telefon, aber ohne Multitouch oder Dual-Touch, wird mit Android 1.6 ausgeliefert, Update ist angekündgt aber Zeitpunkt unklar, kein Trackball/Trackpad, unnötiges Hersteller-Customizing, das Updates verzögert, weniger RAM als die direkte Konkurrenz, keine Unterstützung von anderen UMTS-Bändern fürs außereuropäische Ausland (anderes Modell wird angeboten), ohne Dock-Pins (An- und Abstecken eines Kabels bzw. festes Hineindrücken ins Dock nötig statt einfachem Drauflegen) und ohne zweites Mikro (wahrscheinlich vor allem für Spracheingabe von Vorteil).
HTC Desire: Tolles Telefon, aber mit PenTile-Display, kleineres Display als X10, unnötiges Hersteller-Customizing, das zwar etwas mehr bietet als beim X10, aber trotzdem Updates verzögert, keine Unterstützung von anderen UMTS-Bändern fürs außereuropäische Ausland, keine Verfügbarkeit in den USA und deshalb vmtl. schlechtere Unterstützung durch die Custom-Rom-Community, schwache Kamera, ohne Docking-Pins und zweites Mikro.
Google Nexus One: Tolles Telefon, aber mit PenTile-Display, kleineres Display als X10, schwache Kamera, Zeitpunkt der offiziellen Verfügbarkeit in Deutschland noch völlig unklar.
Na, da weiß man doch gleich, was man nehmen soll. :-/
Dienstag, 30. März 2010
Freitag, 26. März 2010
Und wieder Neues in Sachen Display
Bei arstechnica gibt es einen hochinteressanten Artikel zum Thema PenTile-Displays im allgemeinen und zum Display des Nexus One im speziellen.
Zur Erinnerung: Beim AMOLED-Display des Nexus One (und wohl auch beim HTC Desire) hat nicht jedes Pixel drei Subpixel (rot, grün, blau), wie es bei LCD-Displays üblich ist. Statt dessen gibt es nur zwei, einen kleinen grünen und abwechselnd entweder einen großen roten oder einen großen blauen.
Das macht bei OLED-Displays unter anderem deswegen Sinn, weil die blauen Pixel eine kürzere Lebenszeit haben als die anderen. Indem sie größer sind, können sie mit geringerer Leistung po Fläche angesteuert werden um die gleiche Helligkeit zu erzielen und leben daher möglicherweise länger.
Außerdem kann das Auge mehr grüne Intensitätslevel wahrnehmen als rote und blaue. Verbunden mit der Tatsache, dass das Auge in Sachen Helligkeit (Intensität) eine deutlich größere Auflösung hat als in Sachen Farbe, ist es auch sinnvoll, mehr grüne Subpixel auf das Display zu verteilen als andersfarbige.
So weit, so gut. Trotzdem wird ein PenTile-Display nicht die gleiche Auflösung erreichen können wie ein Display mit drei Subpixeln pro Pixel. Denn: Um eine möglichst scharfe Abbildung zu erreichen, wird heute vor allem bei der Textdarstellung überall Subpixel-Rendering eingesetzt.
Das bedeutet: Am Rand eines Buchstabens ist nicht ein Pixel ganz schwarz und das nächste ganz weiß, sondern die horizontal nebeneinander angeordneten Subpixel werden gewissermaßen als einzelne Pixel angesteuert. In der Vergrößerung hat die Darstellung deshalb farbige Ränder, die aber so winzig sind, dass sie bei der Betrachtung nicht auffallen – zumal ja, wie schon gesagt, das Auge auch hier zwar den Intensitätsunterschied zwischen hell und dunkel wahrnimmt, aber keinen Farbwechsel, da die farbige Auflösung dazu nicht ausreicht.
Dadurch verdreifacht sich effektiv die Auflösung des Schirms in der Horizontalen, und der Schärfeeindruck wird wesentlich besser. Beispielbilder und eine nähere Erklärung dazu sind zum Beispiel in der Wikipedia.zu finden.
Klar ist aber auch: Beim PenTile-Display gibt es nur zwei Subpixel, deshalb kann der Schärfeeindruck nicht in gleichem Maße ansteigen.
Außerdem kann kein einzelner Pixel alle Farben darstellen. Um insgesamt eine harmonische Darstellung zu erreichen, müssen immer mehrere Pixel einbezogen werden, eine Art Dithering, gewissermaßen.
Bei der Darstellung von Fotos wird das niemals auffallen. Im Gegenteil, hier kann das OLED-Display seine Stärken ausspielen und mit seinem riesigen Kontrastumfang glänzen.
Bei starken Farbübergängen (schwarz -> weiß) hat das Display aber klar Nachteile gegenüber einem Display mit echten drei Subpixeln. Vmtl. fällt das bei Text nur als sichtbare Unschärfe im Vergleich einem LCD-Display auf.
Bei Linien bin ich mir nicht ganz sicher – ich weiß nicht, ob auch dort heutzutage Subpixel-Rendering benutzt wird, oder ob es, wie es ursprünglich war, nur bei der Textdarstellung eingesetzt wird. Gerade bei Linien hat der Autor des arstechnica-Artikels deutliche Farbsäume wahrgenommen – vielleicht deshalb, weil hier eben kein Subpixel-Rendering benutzt wird und starke Kanten im Bild nicht gut darstellbar sind, weil kein einzelner Pixel überhaupt weißes Licht erzeugen kann?
Für mich ist das jedenfalls ein Argument, das das Xperia X10 im Vergleich zu Desire und Nexus One nochmal ein Stück interessanter macht.
Und ich wüsste gern, ob wegen der Blauschwäche sinnvollerweise alle OLED-Displays PenTile-Displays sind oder ob das nur auf manche Geräte zutrifft.
So oder so bleibt aber unbedingt festzuhalten: Man sollte das nicht überbewerten. Nexus One und Desire zeigen trotz PenTile-Display immer noch wesentlich schärfere Bilder als aktuelle iPhones, weil die Auflösung einfach viel größer ist. Wer die Anzeige nie mit einem ähnlich aufgelösten LCD-Display verglichen hat, dürfte gar nicht auf die Idee kommen, sein AMOLED-Display auch nur der geringsten Unschärfe zu bezichtigen – ist es doch deutlich schärfer als alle Displays, die vor dem Milestone auf dem Markt waren (jedenfalls im Android-Bereich, mit WinMo kenne ich mich nicht aus).
Jammern auf extrem hohem Niveau, also – trotzdem interessant.
Zur Erinnerung: Beim AMOLED-Display des Nexus One (und wohl auch beim HTC Desire) hat nicht jedes Pixel drei Subpixel (rot, grün, blau), wie es bei LCD-Displays üblich ist. Statt dessen gibt es nur zwei, einen kleinen grünen und abwechselnd entweder einen großen roten oder einen großen blauen.
Das macht bei OLED-Displays unter anderem deswegen Sinn, weil die blauen Pixel eine kürzere Lebenszeit haben als die anderen. Indem sie größer sind, können sie mit geringerer Leistung po Fläche angesteuert werden um die gleiche Helligkeit zu erzielen und leben daher möglicherweise länger.
Außerdem kann das Auge mehr grüne Intensitätslevel wahrnehmen als rote und blaue. Verbunden mit der Tatsache, dass das Auge in Sachen Helligkeit (Intensität) eine deutlich größere Auflösung hat als in Sachen Farbe, ist es auch sinnvoll, mehr grüne Subpixel auf das Display zu verteilen als andersfarbige.
So weit, so gut. Trotzdem wird ein PenTile-Display nicht die gleiche Auflösung erreichen können wie ein Display mit drei Subpixeln pro Pixel. Denn: Um eine möglichst scharfe Abbildung zu erreichen, wird heute vor allem bei der Textdarstellung überall Subpixel-Rendering eingesetzt.
Das bedeutet: Am Rand eines Buchstabens ist nicht ein Pixel ganz schwarz und das nächste ganz weiß, sondern die horizontal nebeneinander angeordneten Subpixel werden gewissermaßen als einzelne Pixel angesteuert. In der Vergrößerung hat die Darstellung deshalb farbige Ränder, die aber so winzig sind, dass sie bei der Betrachtung nicht auffallen – zumal ja, wie schon gesagt, das Auge auch hier zwar den Intensitätsunterschied zwischen hell und dunkel wahrnimmt, aber keinen Farbwechsel, da die farbige Auflösung dazu nicht ausreicht.
Dadurch verdreifacht sich effektiv die Auflösung des Schirms in der Horizontalen, und der Schärfeeindruck wird wesentlich besser. Beispielbilder und eine nähere Erklärung dazu sind zum Beispiel in der Wikipedia.zu finden.
Klar ist aber auch: Beim PenTile-Display gibt es nur zwei Subpixel, deshalb kann der Schärfeeindruck nicht in gleichem Maße ansteigen.
Außerdem kann kein einzelner Pixel alle Farben darstellen. Um insgesamt eine harmonische Darstellung zu erreichen, müssen immer mehrere Pixel einbezogen werden, eine Art Dithering, gewissermaßen.
Bei der Darstellung von Fotos wird das niemals auffallen. Im Gegenteil, hier kann das OLED-Display seine Stärken ausspielen und mit seinem riesigen Kontrastumfang glänzen.
Bei starken Farbübergängen (schwarz -> weiß) hat das Display aber klar Nachteile gegenüber einem Display mit echten drei Subpixeln. Vmtl. fällt das bei Text nur als sichtbare Unschärfe im Vergleich einem LCD-Display auf.
Bei Linien bin ich mir nicht ganz sicher – ich weiß nicht, ob auch dort heutzutage Subpixel-Rendering benutzt wird, oder ob es, wie es ursprünglich war, nur bei der Textdarstellung eingesetzt wird. Gerade bei Linien hat der Autor des arstechnica-Artikels deutliche Farbsäume wahrgenommen – vielleicht deshalb, weil hier eben kein Subpixel-Rendering benutzt wird und starke Kanten im Bild nicht gut darstellbar sind, weil kein einzelner Pixel überhaupt weißes Licht erzeugen kann?
Für mich ist das jedenfalls ein Argument, das das Xperia X10 im Vergleich zu Desire und Nexus One nochmal ein Stück interessanter macht.
Und ich wüsste gern, ob wegen der Blauschwäche sinnvollerweise alle OLED-Displays PenTile-Displays sind oder ob das nur auf manche Geräte zutrifft.
So oder so bleibt aber unbedingt festzuhalten: Man sollte das nicht überbewerten. Nexus One und Desire zeigen trotz PenTile-Display immer noch wesentlich schärfere Bilder als aktuelle iPhones, weil die Auflösung einfach viel größer ist. Wer die Anzeige nie mit einem ähnlich aufgelösten LCD-Display verglichen hat, dürfte gar nicht auf die Idee kommen, sein AMOLED-Display auch nur der geringsten Unschärfe zu bezichtigen – ist es doch deutlich schärfer als alle Displays, die vor dem Milestone auf dem Markt waren (jedenfalls im Android-Bereich, mit WinMo kenne ich mich nicht aus).
Jammern auf extrem hohem Niveau, also – trotzdem interessant.
Bei arstechnica gibt es einen hochinteressanten Artikel zum Thema PenTile-Displays im allgemeinen und zum Display des Nexus One im speziellen.
Zur Erinnerung: Beim AMOLED-Display des Nexus One (und wohl auch beim HTC Desire) hat nicht jedes Pixel drei Subpixel (rot, grün, blau), wie es bei LCD-Displays üblich ist. Statt dessen gibt es nur zwei, einen kleinen grünen und abwechselnd entweder einen großen roten oder einen großen blauen.
Das macht bei OLED-Displays unter anderem deswegen Sinn, weil die blauen Pixel eine kürzere Lebenszeit haben als die anderen. Indem sie größer sind, können sie mit geringerer Leistung po Fläche angesteuert werden um die gleiche Helligkeit zu erzielen und leben daher möglicherweise länger.
Außerdem kann das Auge mehr grüne Intensitätslevel wahrnehmen als rote und blaue. Verbunden mit der Tatsache, dass das Auge in Sachen Helligkeit (Intensität) eine deutlich größere Auflösung hat als in Sachen Farbe, ist es auch sinnvoll, mehr grüne Subpixel auf das Display zu verteilen als andersfarbige.
So weit, so gut. Trotzdem wird ein PenTile-Display nicht die gleiche Auflösung erreichen können wie ein Display mit drei Subpixeln pro Pixel. Denn: Um eine möglichst scharfe Abbildung zu erreichen, wird heute vor allem bei der Textdarstellung überall Subpixel-Rendering eingesetzt.
Das bedeutet: Am Rand eines Buchstabens ist nicht ein Pixel ganz schwarz und das nächste ganz weiß, sondern die horizontal nebeneinander angeordneten Subpixel werden gewissermaßen als einzelne Pixel angesteuert. In der Vergrößerung hat die Darstellung deshalb farbige Ränder, die aber so winzig sind, dass sie bei der Betrachtung nicht auffallen – zumal ja, wie schon gesagt, das Auge auch hier zwar den Intensitätsunterschied zwischen hell und dunkel wahrnimmt, aber keinen Farbwechsel, da die farbige Auflösung dazu nicht ausreicht.
Dadurch verdreifacht sich effektiv die Auflösung des Schirms in der Horizontalen, und der Schärfeeindruck wird wesentlich besser. Beispielbilder und eine nähere Erklärung dazu sind zum Beispiel in der Wikipedia.zu finden.
Klar ist aber auch: Beim PenTile-Display gibt es nur zwei Subpixel, deshalb kann der Schärfeeindruck nicht in gleichem Maße ansteigen.
Außerdem kann kein einzelner Pixel alle Farben darstellen. Um insgesamt eine harmonische Darstellung zu erreichen, müssen immer mehrere Pixel einbezogen werden, eine Art Dithering, gewissermaßen.
Bei der Darstellung von Fotos wird das niemals auffallen. Im Gegenteil, hier kann das OLED-Display seine Stärken ausspielen und mit seinem riesigen Kontrastumfang glänzen.
Bei starken Farbübergängen (schwarz -> weiß) hat das Display aber klar Nachteile gegenüber einem Display mit echten drei Subpixeln. Vmtl. fällt das bei Text nur als sichtbare Unschärfe im Vergleich einem LCD-Display auf.
Bei Linien bin ich mir nicht ganz sicher – ich weiß nicht, ob auch dort heutzutage Subpixel-Rendering benutzt wird, oder ob es, wie es ursprünglich war, nur bei der Textdarstellung eingesetzt wird. Gerade bei Linien hat der Autor des arstechnica-Artikels deutliche Farbsäume wahrgenommen – vielleicht deshalb, weil hier eben kein Subpixel-Rendering benutzt wird und starke Kanten im Bild nicht gut darstellbar sind, weil kein einzelner Pixel überhaupt weißes Licht erzeugen kann?
Für mich ist das jedenfalls ein Argument, das das Xperia X10 im Vergleich zu Desire und Nexus One nochmal ein Stück interessanter macht.
Und ich wüsste gern, ob wegen der Blauschwäche sinnvollerweise alle OLED-Displays PenTile-Displays sind oder ob das nur auf manche Geräte zutrifft.
So oder so bleibt aber unbedingt festzuhalten: Man sollte das nicht überbewerten. Nexus One und Desire zeigen trotz PenTile-Display immer noch wesentlich schärfere Bilder als aktuelle iPhones, weil die Auflösung einfach viel größer ist. Wer die Anzeige nie mit einem ähnlich aufgelösten LCD-Display verglichen hat, dürfte gar nicht auf die Idee kommen, sein AMOLED-Display auch nur der geringsten Unschärfe zu bezichtigen – ist es doch deutlich schärfer als alle Displays, die vor dem Milestone auf dem Markt waren (jedenfalls im Android-Bereich, mit WinMo kenne ich mich nicht aus).
Jammern auf extrem hohem Niveau, also – trotzdem interessant.
Zur Erinnerung: Beim AMOLED-Display des Nexus One (und wohl auch beim HTC Desire) hat nicht jedes Pixel drei Subpixel (rot, grün, blau), wie es bei LCD-Displays üblich ist. Statt dessen gibt es nur zwei, einen kleinen grünen und abwechselnd entweder einen großen roten oder einen großen blauen.
Das macht bei OLED-Displays unter anderem deswegen Sinn, weil die blauen Pixel eine kürzere Lebenszeit haben als die anderen. Indem sie größer sind, können sie mit geringerer Leistung po Fläche angesteuert werden um die gleiche Helligkeit zu erzielen und leben daher möglicherweise länger.
Außerdem kann das Auge mehr grüne Intensitätslevel wahrnehmen als rote und blaue. Verbunden mit der Tatsache, dass das Auge in Sachen Helligkeit (Intensität) eine deutlich größere Auflösung hat als in Sachen Farbe, ist es auch sinnvoll, mehr grüne Subpixel auf das Display zu verteilen als andersfarbige.
So weit, so gut. Trotzdem wird ein PenTile-Display nicht die gleiche Auflösung erreichen können wie ein Display mit drei Subpixeln pro Pixel. Denn: Um eine möglichst scharfe Abbildung zu erreichen, wird heute vor allem bei der Textdarstellung überall Subpixel-Rendering eingesetzt.
Das bedeutet: Am Rand eines Buchstabens ist nicht ein Pixel ganz schwarz und das nächste ganz weiß, sondern die horizontal nebeneinander angeordneten Subpixel werden gewissermaßen als einzelne Pixel angesteuert. In der Vergrößerung hat die Darstellung deshalb farbige Ränder, die aber so winzig sind, dass sie bei der Betrachtung nicht auffallen – zumal ja, wie schon gesagt, das Auge auch hier zwar den Intensitätsunterschied zwischen hell und dunkel wahrnimmt, aber keinen Farbwechsel, da die farbige Auflösung dazu nicht ausreicht.
Dadurch verdreifacht sich effektiv die Auflösung des Schirms in der Horizontalen, und der Schärfeeindruck wird wesentlich besser. Beispielbilder und eine nähere Erklärung dazu sind zum Beispiel in der Wikipedia.zu finden.
Klar ist aber auch: Beim PenTile-Display gibt es nur zwei Subpixel, deshalb kann der Schärfeeindruck nicht in gleichem Maße ansteigen.
Außerdem kann kein einzelner Pixel alle Farben darstellen. Um insgesamt eine harmonische Darstellung zu erreichen, müssen immer mehrere Pixel einbezogen werden, eine Art Dithering, gewissermaßen.
Bei der Darstellung von Fotos wird das niemals auffallen. Im Gegenteil, hier kann das OLED-Display seine Stärken ausspielen und mit seinem riesigen Kontrastumfang glänzen.
Bei starken Farbübergängen (schwarz -> weiß) hat das Display aber klar Nachteile gegenüber einem Display mit echten drei Subpixeln. Vmtl. fällt das bei Text nur als sichtbare Unschärfe im Vergleich einem LCD-Display auf.
Bei Linien bin ich mir nicht ganz sicher – ich weiß nicht, ob auch dort heutzutage Subpixel-Rendering benutzt wird, oder ob es, wie es ursprünglich war, nur bei der Textdarstellung eingesetzt wird. Gerade bei Linien hat der Autor des arstechnica-Artikels deutliche Farbsäume wahrgenommen – vielleicht deshalb, weil hier eben kein Subpixel-Rendering benutzt wird und starke Kanten im Bild nicht gut darstellbar sind, weil kein einzelner Pixel überhaupt weißes Licht erzeugen kann?
Für mich ist das jedenfalls ein Argument, das das Xperia X10 im Vergleich zu Desire und Nexus One nochmal ein Stück interessanter macht.
Und ich wüsste gern, ob wegen der Blauschwäche sinnvollerweise alle OLED-Displays PenTile-Displays sind oder ob das nur auf manche Geräte zutrifft.
So oder so bleibt aber unbedingt festzuhalten: Man sollte das nicht überbewerten. Nexus One und Desire zeigen trotz PenTile-Display immer noch wesentlich schärfere Bilder als aktuelle iPhones, weil die Auflösung einfach viel größer ist. Wer die Anzeige nie mit einem ähnlich aufgelösten LCD-Display verglichen hat, dürfte gar nicht auf die Idee kommen, sein AMOLED-Display auch nur der geringsten Unschärfe zu bezichtigen – ist es doch deutlich schärfer als alle Displays, die vor dem Milestone auf dem Markt waren (jedenfalls im Android-Bereich, mit WinMo kenne ich mich nicht aus).
Jammern auf extrem hohem Niveau, also – trotzdem interessant.
Und wieder Neues in Sachen Display
Freitag, 19. März 2010
Es wird spannend
Das Geld ist da – grundsätzlich könnte ich jetzt sofort Handy kaufen gehen.
Dummerweise ist noch keines der ins Auge gefassten Geräte erhältlich. Umso mehr könnte sich die Schnelligkeit der Anbieter bei der Einführung auf dem deutschen Markt als wichtiges Kriterium erweisen. Und natürlich werde ich meine Geduld zumindest so lange zügeln, bis allererste Tests zu wenigstens einem Gerät im Netz zu finden sind.
Überraschender Erster könnte das Sony Ericsson Xperia X10 werden. Laut neuesten Berichten könnte es bereits ab nächste Woche erhältlich sein. Und unabhängig vom Erscheinungstermin ist es derzeit auch von der Ausstattung her mein Favorit, weil ich ja – wenn möglich – gern eine Kamera hätte, die nicht nur „für Handys akzeptable“, sondern „an die Qualität einer durchschnittlichen Digicam heranreichende“ Fotos produzieren kann.
Update: Die hier schon im November veröffentlichen Fotos zeigen zwar erfreulich wenig Rauschen, aber keine sonderlich überzeugende Schärfe und teils kräftige chromatische Aberrationen (Farbsäume) – nicht unbedingt ein Wunder bei der winzigen Optik. Sieht nicht schlecht aus, aber ein 5MP-Sensor würde bei gleicher Optik wohl ähnlich gute Bilder liefern. Fragt sich noch, wie es mit dem Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen aussieht. Ich bin jedenfalls gespannt auf die ersten Fotos mit finaler Soft- und Hardware.
Das RAM des Xperia X10 ist mit (je nach Quelle) 256 MB oder 384 MB leider deutlich dürftiger als bei Nexus One und HTC Desire, aber immerhin auf einer Stufe mit dem Milesteone. Sony Ericsson selbst schweigt sich zur RAM-Ausstattung komplett aus.
Großes Manko ist natürlich weiterhin Android 1.6, wobei es weiterhin Quellen gibt, die hartnäckig behaupten, das Telefon komme mit Version 2.0 oder 2.1. Da Sony Ericsson auf der eigenen Website aber immer noch von 65.536 Farben des Displays spricht, eine Einschränkung, die offenbar Android 1.x noch hatte, scheint eine Auslieferung mit 1.6 aber doch wahrscheinlich. (Wobei es mir nicht gelungen ist, zweifelsfrei herauszufinden ob es die Android-Version 1.x von HTC war/ist, die auf 64K Farben beschränkte, oder das OS selbst.)
Ich hoffe, dass es wirklich nächste Woche erhältlich sein wird, und bin sehr gespannt auf erste Fotos, die mit einem finalen X10 gemacht wurden, und vor allem auch auf Berichte über die Akkulaufzeit.
Wenn alles andere passt könnte es sogar sein, dass ich mich trotz Android 1.6 breitschlagen lasse, Nexus One und HTC Desire für das Xperia X10 links liegen zu lassen …
Dummerweise ist noch keines der ins Auge gefassten Geräte erhältlich. Umso mehr könnte sich die Schnelligkeit der Anbieter bei der Einführung auf dem deutschen Markt als wichtiges Kriterium erweisen. Und natürlich werde ich meine Geduld zumindest so lange zügeln, bis allererste Tests zu wenigstens einem Gerät im Netz zu finden sind.
Überraschender Erster könnte das Sony Ericsson Xperia X10 werden. Laut neuesten Berichten könnte es bereits ab nächste Woche erhältlich sein. Und unabhängig vom Erscheinungstermin ist es derzeit auch von der Ausstattung her mein Favorit, weil ich ja – wenn möglich – gern eine Kamera hätte, die nicht nur „für Handys akzeptable“, sondern „an die Qualität einer durchschnittlichen Digicam heranreichende“ Fotos produzieren kann.
Update: Die hier schon im November veröffentlichen Fotos zeigen zwar erfreulich wenig Rauschen, aber keine sonderlich überzeugende Schärfe und teils kräftige chromatische Aberrationen (Farbsäume) – nicht unbedingt ein Wunder bei der winzigen Optik. Sieht nicht schlecht aus, aber ein 5MP-Sensor würde bei gleicher Optik wohl ähnlich gute Bilder liefern. Fragt sich noch, wie es mit dem Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen aussieht. Ich bin jedenfalls gespannt auf die ersten Fotos mit finaler Soft- und Hardware.
Das RAM des Xperia X10 ist mit (je nach Quelle) 256 MB oder 384 MB leider deutlich dürftiger als bei Nexus One und HTC Desire, aber immerhin auf einer Stufe mit dem Milesteone. Sony Ericsson selbst schweigt sich zur RAM-Ausstattung komplett aus.
Großes Manko ist natürlich weiterhin Android 1.6, wobei es weiterhin Quellen gibt, die hartnäckig behaupten, das Telefon komme mit Version 2.0 oder 2.1. Da Sony Ericsson auf der eigenen Website aber immer noch von 65.536 Farben des Displays spricht, eine Einschränkung, die offenbar Android 1.x noch hatte, scheint eine Auslieferung mit 1.6 aber doch wahrscheinlich. (Wobei es mir nicht gelungen ist, zweifelsfrei herauszufinden ob es die Android-Version 1.x von HTC war/ist, die auf 64K Farben beschränkte, oder das OS selbst.)
Ich hoffe, dass es wirklich nächste Woche erhältlich sein wird, und bin sehr gespannt auf erste Fotos, die mit einem finalen X10 gemacht wurden, und vor allem auch auf Berichte über die Akkulaufzeit.
Wenn alles andere passt könnte es sogar sein, dass ich mich trotz Android 1.6 breitschlagen lasse, Nexus One und HTC Desire für das Xperia X10 links liegen zu lassen …
Das Geld ist da – grundsätzlich könnte ich jetzt sofort Handy kaufen gehen.
Dummerweise ist noch keines der ins Auge gefassten Geräte erhältlich. Umso mehr könnte sich die Schnelligkeit der Anbieter bei der Einführung auf dem deutschen Markt als wichtiges Kriterium erweisen. Und natürlich werde ich meine Geduld zumindest so lange zügeln, bis allererste Tests zu wenigstens einem Gerät im Netz zu finden sind.
Überraschender Erster könnte das Sony Ericsson Xperia X10 werden. Laut neuesten Berichten könnte es bereits ab nächste Woche erhältlich sein. Und unabhängig vom Erscheinungstermin ist es derzeit auch von der Ausstattung her mein Favorit, weil ich ja – wenn möglich – gern eine Kamera hätte, die nicht nur „für Handys akzeptable“, sondern „an die Qualität einer durchschnittlichen Digicam heranreichende“ Fotos produzieren kann.
Update: Die hier schon im November veröffentlichen Fotos zeigen zwar erfreulich wenig Rauschen, aber keine sonderlich überzeugende Schärfe und teils kräftige chromatische Aberrationen (Farbsäume) – nicht unbedingt ein Wunder bei der winzigen Optik. Sieht nicht schlecht aus, aber ein 5MP-Sensor würde bei gleicher Optik wohl ähnlich gute Bilder liefern. Fragt sich noch, wie es mit dem Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen aussieht. Ich bin jedenfalls gespannt auf die ersten Fotos mit finaler Soft- und Hardware.
Das RAM des Xperia X10 ist mit (je nach Quelle) 256 MB oder 384 MB leider deutlich dürftiger als bei Nexus One und HTC Desire, aber immerhin auf einer Stufe mit dem Milesteone. Sony Ericsson selbst schweigt sich zur RAM-Ausstattung komplett aus.
Großes Manko ist natürlich weiterhin Android 1.6, wobei es weiterhin Quellen gibt, die hartnäckig behaupten, das Telefon komme mit Version 2.0 oder 2.1. Da Sony Ericsson auf der eigenen Website aber immer noch von 65.536 Farben des Displays spricht, eine Einschränkung, die offenbar Android 1.x noch hatte, scheint eine Auslieferung mit 1.6 aber doch wahrscheinlich. (Wobei es mir nicht gelungen ist, zweifelsfrei herauszufinden ob es die Android-Version 1.x von HTC war/ist, die auf 64K Farben beschränkte, oder das OS selbst.)
Ich hoffe, dass es wirklich nächste Woche erhältlich sein wird, und bin sehr gespannt auf erste Fotos, die mit einem finalen X10 gemacht wurden, und vor allem auch auf Berichte über die Akkulaufzeit.
Wenn alles andere passt könnte es sogar sein, dass ich mich trotz Android 1.6 breitschlagen lasse, Nexus One und HTC Desire für das Xperia X10 links liegen zu lassen …
Dummerweise ist noch keines der ins Auge gefassten Geräte erhältlich. Umso mehr könnte sich die Schnelligkeit der Anbieter bei der Einführung auf dem deutschen Markt als wichtiges Kriterium erweisen. Und natürlich werde ich meine Geduld zumindest so lange zügeln, bis allererste Tests zu wenigstens einem Gerät im Netz zu finden sind.
Überraschender Erster könnte das Sony Ericsson Xperia X10 werden. Laut neuesten Berichten könnte es bereits ab nächste Woche erhältlich sein. Und unabhängig vom Erscheinungstermin ist es derzeit auch von der Ausstattung her mein Favorit, weil ich ja – wenn möglich – gern eine Kamera hätte, die nicht nur „für Handys akzeptable“, sondern „an die Qualität einer durchschnittlichen Digicam heranreichende“ Fotos produzieren kann.
Update: Die hier schon im November veröffentlichen Fotos zeigen zwar erfreulich wenig Rauschen, aber keine sonderlich überzeugende Schärfe und teils kräftige chromatische Aberrationen (Farbsäume) – nicht unbedingt ein Wunder bei der winzigen Optik. Sieht nicht schlecht aus, aber ein 5MP-Sensor würde bei gleicher Optik wohl ähnlich gute Bilder liefern. Fragt sich noch, wie es mit dem Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen aussieht. Ich bin jedenfalls gespannt auf die ersten Fotos mit finaler Soft- und Hardware.
Das RAM des Xperia X10 ist mit (je nach Quelle) 256 MB oder 384 MB leider deutlich dürftiger als bei Nexus One und HTC Desire, aber immerhin auf einer Stufe mit dem Milesteone. Sony Ericsson selbst schweigt sich zur RAM-Ausstattung komplett aus.
Großes Manko ist natürlich weiterhin Android 1.6, wobei es weiterhin Quellen gibt, die hartnäckig behaupten, das Telefon komme mit Version 2.0 oder 2.1. Da Sony Ericsson auf der eigenen Website aber immer noch von 65.536 Farben des Displays spricht, eine Einschränkung, die offenbar Android 1.x noch hatte, scheint eine Auslieferung mit 1.6 aber doch wahrscheinlich. (Wobei es mir nicht gelungen ist, zweifelsfrei herauszufinden ob es die Android-Version 1.x von HTC war/ist, die auf 64K Farben beschränkte, oder das OS selbst.)
Ich hoffe, dass es wirklich nächste Woche erhältlich sein wird, und bin sehr gespannt auf erste Fotos, die mit einem finalen X10 gemacht wurden, und vor allem auch auf Berichte über die Akkulaufzeit.
Wenn alles andere passt könnte es sogar sein, dass ich mich trotz Android 1.6 breitschlagen lasse, Nexus One und HTC Desire für das Xperia X10 links liegen zu lassen …
Es wird spannend
Mittwoch, 17. März 2010
Ach, Apple!
Oder: Wie schnell ein Unternehmen jegliche Sympathie verspielen kann.
Ich kam von Linux zu Mac OS X. Hatte ich anfangs noch etwas Schwierigkeiten damit, meinen Desktop nicht so beliebig konfigurieren zu können wie den unter Linux, so hatte ich mich doch schnell eingewöhnt. Und es begann die Geschichte einer großen Liebe.
Es war perfekt. Ich bekam das beste aus den beiden Welten Linux und Windows. Ein stabiles System, trotzdem professionelle Software im Grafik- und Publishing-Bereich. Eine richtg hübsche Oberfläche, trotzdem fast alle Programme aus der U*ix-Welt, falls ich sowas mal benötigte, BSD-Userland sei Dank. Alles, was man an Skriptsprachen so brauchen kann.
Und zusätzlich manch anderes Sahnehäubchen, das weder unter Linux noch unter Windows geboten wurde, wie etwa eine angenehme (!) objektorientierte Programmiersprache für das System samt professioneller Entwicklungsumgebung komplett umsonst, direkt ins System integriertes Farbmanagement.ohne Aufpreis und zumindest auf Amateurlevel gut nutzbare Programme für Fotoverwaltung/-bearbeitung und Videoschnitt.
Das alles hatte seinen Preis, aber für ein System, das mir all das bot, war ich gern bereit, den auch zu zahlen.
Apple selbst glänzte vor allem durch Innovation. Im Rahmen der DRM-Schlechtigkeiten der Anfangsjahre des musikalischen Online-Vertriebs war man der einzige, der den Unternehmen wenigstens halbwegs erträgliche Konditionen abtrotzte. Mit dem iPod und iTunes erschuf man ein einfaches, idiotensicheres System, das schnell Millionen Abnehmer fand und den Weg zur Markführerschaft in diesem Bereich ebnete.
Mit diesen Geräten konnte man Apple erstmals eine Gängelung der User vorwerfen. So wurde das iTunes-DRM Fairplay nicht an andere Hersteller lizensiert (abgesehen von Motorolas geflopptem iTunes-Handy), und die Player selbst waren stark eingeschränkt und beispielsweise nicht als Festplatte nutzbar. Damals war das aber noch verständlich: Warum sollte Apple andere am eigenen Erfolg mitverdienen lassen, wenn es auch so wunderbar funktionierte? War nicht gerade auch die Einfachheit der iPods ein Grund für ihren durchschlagenden Erfolg?
Ein weiterer Pluspunkt für Apple war, dass die Firma Design in die Computer- und Handywelt brachte. Zwar war es mir eigentlich immer egal gewesen, wie meine Geräte aussahen, solange gut funktionierten, aber mit Apple lernte ich eine gute Optik schätzen. Sie wird weiterhin nie ein Kaufgrund für mich sein, aber wenn ein Gerät neben guter Funktion auch noch gut aussieht, macht es die Nutzung einfach tatsächlich angenehmer.
Dann kam das iPhone. Ich erwartete es mit großer Spannung, denn damals schien Apple das einzige Unternehmen am Markt zu sein, das sich wirklich ernsthaft Gedanken um das User Interface machte. Wenn Apple ein Smartphone brachte – das konnte nur genial werden!
Entsprechend groß war dann zunächst die Enttäuschung. Das UI war zwar so gut, wie es zu erwarten gewesen war. Aber ein Smartphone, das „Applikationen“ nur in Form von Webapps bieten konnte? Für so viel Geld ein Gerät ohne UMTS? Das war indiskutabel.
Aber Apple lernte dazu. Mit der Vorstellung des iPhone 3G und des AppStore wurde das iPhone auch hierzulande zum echten Renner. Durch ganz absichtliche Einschränkungen fehlten immer noch wichtige Dinge wie Multitasking und damals auch Cut&Paste, aber auch ich war einfach nuir begeistert und besorgte mir gleich zum Erscheinungstermin mein iPhone 3G.
Damals bot der Markt nichts, was auch nur im Entferntesten dem iPhone geähnelt hätte. Niemand konnte Apple das Wasser reichen. Lagesensoren, Multitouch, jetzt endlich auch UMTS, der Verzicht auf eine Hardwaretastatur und die Einführung einer wirklich benutzbaren Bildschirmtastatur – all das war aufregend und begeisternd.
Dafür nahm ich, murrend zwar, aber doch, die Einschränkungen in Kauf, die Apple mir auferlegte. Das iPhone war nicht perfekt, aber es war um ein Vielfaches besser als alle anderen Smartphones. Nervig war und blieb aber, dass all die Einschränkungen nicht etwa systemimmanent waren, sondern ganz bewusst und mit Absicht von Apple so gestaltet wurden.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen. Die Konkurrenz hat aufgeholt, wenn nicht sogar Apple überholt. An der iPhone-Front wurde von Apple nur das iPhone 3GS nachgereicht, das zu den langweiligen Updates gehört – außer mehr Tempo hatte es fast nichts Neues zu bieten. Es gab einige Updates von iPhone OS, aber revolutionäre Änderungen waren auch dort nicht zu verbuchen, sieht man von einigen Nachreichungen ab, die von Anfang an hätten selbstverständlich sein müssen.
iPhone OS 4.0 wird wohl bald vorgestellt werden, aber momentan sieht es so aus, als wäre Apple jetzt endgültig in der Position des Hinterherlaufenden – es wird wohl Multitasking geben, und sicher auch einige UI-Goodies, aber nichts Weltbewegendes. Letztlich schließt man also nur zur Konkurrenz auf.
Das will etwas heißen. Der große Innovator ist zur lahmen Ente geworden. Fast alles, was iPhone OS kann, kann Android auch, und mehr, weil es einfach offener ist. Jetzt rächt sich Apples User-Gängelung. Der Vorsprung ist aufgebraucht, der viele User dazu bewegte, sich das bieten zu lassen.
Zumindest in den Augen der Technikfreaks, die im High-End-Smartphone-Bereich natürlich eine gewichtige Rolle spielen, ist Apple nur noch einer unter vielen, und sicher nicht mehr der Beste. Die Attraktivität des iPhones ist geschwunden.
Da die Innovationen verblasst sind, fallen die absichtlichen Einschränkungen viel mehr ins Auge. Apple wirkt nicht mehr wie der große Technology Leader, sondern wie das etwas kleinkarierte Unternehmen, das seinen Usern mehr Beschränkungen auferlegt als alle anderen.
Und dann das: Apple verklagt HTC wegen Patentverletzungen. Bäh. Das ist widerlich.
Bislang war Apple nicht dafür bekannt, dass man andere verklagte. Apple war zuweilen Beklagter in solchen Prozessen und einigte sich meist schnell mit der klagenden Firma. Als Apple Ende letzten Jahres ankündigte, als Reaktion auf die Klage Nokias eine Gegenklage anzustrengen, war das natürlich verständlich.
Selbst geklagt hatte Apple meines Wissens bisher nicht. Warum auch? Als großer Innovator der Branche hatte man auch ohne den Rechtsweg einen Vorsprung, der komfortable Wachstumszahlen ermöglichte.
„Vorsprung durch Technik“ gewissermaßen, um einen alten Audi-Werbespruch zu zitieren.
Darauf basierte Apples Ruf. Ein Unternehmen, das einfach besser war als die anderen und deshalb zurecht die Marktanteile verschiedenster Märkte mmer weiter steigerte. Steve Jobs als etwas exzentrischer CEO, der es aber immer wieder schaffte, alles irgendwie richtiger zu machen als seine Kollegen und die Konkurrenz auf Distanz zu halten.
Das ist offenbar vorbei. Zumindest im Mobilfunkbereich sind die anderen mindestens gleichauf. Und plötzlich reagiert Apple wie ein trotziges Kind, dem jemand die Spielsachen weggenommen hat.
Steve Jobs wirkt auf einmal nicht mehr sympathisch, sondern wie ein arroganter Alleinherrscher mit aufgeblasenem Ego. Das war er schon immer, aber er hat genug richtig gemacht, dass man ihm das gerne verziehen hat. Wenn er aber anfängt, sich in die widerlichen Niederungen der Patenstreitigkeiten zu begeben, treten automatisch auch seine anderen negativen Eigenschaften deutlicher hervor – zumal „Apple vs. Google“ kürzlich schon als „Streit der Egos“ der beteiligten CEOs bezeichnet wurde.
So wenig ich selbst Flash mag (und brauche), Jobs' Äußerungen zum Thema wirkten in der letzten Zeit immer polemischer und substanzloser. Und das ist nur ein Beispiel.
Auf ganzer Linie scheint sich Apple darauf zu verlegen, andere anzugreifen statt selbst Innovationen zu liefern.
Das ist hässlich und nicht zuletzt sehr, sehr traurig. Von einem Unternehmen, dessen Produkte ich gerne und mit Überzeugung kaufte, ist Apple innerhalb sehr kurzer Zeit in meinem Ansehen auf ein Niveau gesunken, das das von Microsoft kaum noch übertrifft. Und das will etwas heißen.
Das heißt nicht, dass ich nie wieder Apple-Produkte kaufen werde. Weiterhin gibt es auf dem Desktop nichts, wofür ich mein Mac OS X würde eintauschen wollen. Auch beim Kauf eines Tablets oder Netbooks, der demnächst ansteht, mag es sein, dass das iPad das Rennen macht – je nachdem, was die Konkurrenz mit Chrome OS bis dahin zu bieten hat.
Die Wertschätzung, ja beinahe Verehrung, die Apple zeitweise von mir erfahren hat, hat Jobs aber spätestens mit der Klage gegen HTC gründlich verspielt.
Ach, Apple! Warum musstest Du so tief fallen?
Ich kam von Linux zu Mac OS X. Hatte ich anfangs noch etwas Schwierigkeiten damit, meinen Desktop nicht so beliebig konfigurieren zu können wie den unter Linux, so hatte ich mich doch schnell eingewöhnt. Und es begann die Geschichte einer großen Liebe.
Es war perfekt. Ich bekam das beste aus den beiden Welten Linux und Windows. Ein stabiles System, trotzdem professionelle Software im Grafik- und Publishing-Bereich. Eine richtg hübsche Oberfläche, trotzdem fast alle Programme aus der U*ix-Welt, falls ich sowas mal benötigte, BSD-Userland sei Dank. Alles, was man an Skriptsprachen so brauchen kann.
Und zusätzlich manch anderes Sahnehäubchen, das weder unter Linux noch unter Windows geboten wurde, wie etwa eine angenehme (!) objektorientierte Programmiersprache für das System samt professioneller Entwicklungsumgebung komplett umsonst, direkt ins System integriertes Farbmanagement.ohne Aufpreis und zumindest auf Amateurlevel gut nutzbare Programme für Fotoverwaltung/-bearbeitung und Videoschnitt.
Das alles hatte seinen Preis, aber für ein System, das mir all das bot, war ich gern bereit, den auch zu zahlen.
Apple selbst glänzte vor allem durch Innovation. Im Rahmen der DRM-Schlechtigkeiten der Anfangsjahre des musikalischen Online-Vertriebs war man der einzige, der den Unternehmen wenigstens halbwegs erträgliche Konditionen abtrotzte. Mit dem iPod und iTunes erschuf man ein einfaches, idiotensicheres System, das schnell Millionen Abnehmer fand und den Weg zur Markführerschaft in diesem Bereich ebnete.
Mit diesen Geräten konnte man Apple erstmals eine Gängelung der User vorwerfen. So wurde das iTunes-DRM Fairplay nicht an andere Hersteller lizensiert (abgesehen von Motorolas geflopptem iTunes-Handy), und die Player selbst waren stark eingeschränkt und beispielsweise nicht als Festplatte nutzbar. Damals war das aber noch verständlich: Warum sollte Apple andere am eigenen Erfolg mitverdienen lassen, wenn es auch so wunderbar funktionierte? War nicht gerade auch die Einfachheit der iPods ein Grund für ihren durchschlagenden Erfolg?
Ein weiterer Pluspunkt für Apple war, dass die Firma Design in die Computer- und Handywelt brachte. Zwar war es mir eigentlich immer egal gewesen, wie meine Geräte aussahen, solange gut funktionierten, aber mit Apple lernte ich eine gute Optik schätzen. Sie wird weiterhin nie ein Kaufgrund für mich sein, aber wenn ein Gerät neben guter Funktion auch noch gut aussieht, macht es die Nutzung einfach tatsächlich angenehmer.
Dann kam das iPhone. Ich erwartete es mit großer Spannung, denn damals schien Apple das einzige Unternehmen am Markt zu sein, das sich wirklich ernsthaft Gedanken um das User Interface machte. Wenn Apple ein Smartphone brachte – das konnte nur genial werden!
Entsprechend groß war dann zunächst die Enttäuschung. Das UI war zwar so gut, wie es zu erwarten gewesen war. Aber ein Smartphone, das „Applikationen“ nur in Form von Webapps bieten konnte? Für so viel Geld ein Gerät ohne UMTS? Das war indiskutabel.
Aber Apple lernte dazu. Mit der Vorstellung des iPhone 3G und des AppStore wurde das iPhone auch hierzulande zum echten Renner. Durch ganz absichtliche Einschränkungen fehlten immer noch wichtige Dinge wie Multitasking und damals auch Cut&Paste, aber auch ich war einfach nuir begeistert und besorgte mir gleich zum Erscheinungstermin mein iPhone 3G.
Damals bot der Markt nichts, was auch nur im Entferntesten dem iPhone geähnelt hätte. Niemand konnte Apple das Wasser reichen. Lagesensoren, Multitouch, jetzt endlich auch UMTS, der Verzicht auf eine Hardwaretastatur und die Einführung einer wirklich benutzbaren Bildschirmtastatur – all das war aufregend und begeisternd.
Dafür nahm ich, murrend zwar, aber doch, die Einschränkungen in Kauf, die Apple mir auferlegte. Das iPhone war nicht perfekt, aber es war um ein Vielfaches besser als alle anderen Smartphones. Nervig war und blieb aber, dass all die Einschränkungen nicht etwa systemimmanent waren, sondern ganz bewusst und mit Absicht von Apple so gestaltet wurden.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen. Die Konkurrenz hat aufgeholt, wenn nicht sogar Apple überholt. An der iPhone-Front wurde von Apple nur das iPhone 3GS nachgereicht, das zu den langweiligen Updates gehört – außer mehr Tempo hatte es fast nichts Neues zu bieten. Es gab einige Updates von iPhone OS, aber revolutionäre Änderungen waren auch dort nicht zu verbuchen, sieht man von einigen Nachreichungen ab, die von Anfang an hätten selbstverständlich sein müssen.
iPhone OS 4.0 wird wohl bald vorgestellt werden, aber momentan sieht es so aus, als wäre Apple jetzt endgültig in der Position des Hinterherlaufenden – es wird wohl Multitasking geben, und sicher auch einige UI-Goodies, aber nichts Weltbewegendes. Letztlich schließt man also nur zur Konkurrenz auf.
Das will etwas heißen. Der große Innovator ist zur lahmen Ente geworden. Fast alles, was iPhone OS kann, kann Android auch, und mehr, weil es einfach offener ist. Jetzt rächt sich Apples User-Gängelung. Der Vorsprung ist aufgebraucht, der viele User dazu bewegte, sich das bieten zu lassen.
Zumindest in den Augen der Technikfreaks, die im High-End-Smartphone-Bereich natürlich eine gewichtige Rolle spielen, ist Apple nur noch einer unter vielen, und sicher nicht mehr der Beste. Die Attraktivität des iPhones ist geschwunden.
Da die Innovationen verblasst sind, fallen die absichtlichen Einschränkungen viel mehr ins Auge. Apple wirkt nicht mehr wie der große Technology Leader, sondern wie das etwas kleinkarierte Unternehmen, das seinen Usern mehr Beschränkungen auferlegt als alle anderen.
Und dann das: Apple verklagt HTC wegen Patentverletzungen. Bäh. Das ist widerlich.
Bislang war Apple nicht dafür bekannt, dass man andere verklagte. Apple war zuweilen Beklagter in solchen Prozessen und einigte sich meist schnell mit der klagenden Firma. Als Apple Ende letzten Jahres ankündigte, als Reaktion auf die Klage Nokias eine Gegenklage anzustrengen, war das natürlich verständlich.
Selbst geklagt hatte Apple meines Wissens bisher nicht. Warum auch? Als großer Innovator der Branche hatte man auch ohne den Rechtsweg einen Vorsprung, der komfortable Wachstumszahlen ermöglichte.
„Vorsprung durch Technik“ gewissermaßen, um einen alten Audi-Werbespruch zu zitieren.
Darauf basierte Apples Ruf. Ein Unternehmen, das einfach besser war als die anderen und deshalb zurecht die Marktanteile verschiedenster Märkte mmer weiter steigerte. Steve Jobs als etwas exzentrischer CEO, der es aber immer wieder schaffte, alles irgendwie richtiger zu machen als seine Kollegen und die Konkurrenz auf Distanz zu halten.
Das ist offenbar vorbei. Zumindest im Mobilfunkbereich sind die anderen mindestens gleichauf. Und plötzlich reagiert Apple wie ein trotziges Kind, dem jemand die Spielsachen weggenommen hat.
Steve Jobs wirkt auf einmal nicht mehr sympathisch, sondern wie ein arroganter Alleinherrscher mit aufgeblasenem Ego. Das war er schon immer, aber er hat genug richtig gemacht, dass man ihm das gerne verziehen hat. Wenn er aber anfängt, sich in die widerlichen Niederungen der Patenstreitigkeiten zu begeben, treten automatisch auch seine anderen negativen Eigenschaften deutlicher hervor – zumal „Apple vs. Google“ kürzlich schon als „Streit der Egos“ der beteiligten CEOs bezeichnet wurde.
So wenig ich selbst Flash mag (und brauche), Jobs' Äußerungen zum Thema wirkten in der letzten Zeit immer polemischer und substanzloser. Und das ist nur ein Beispiel.
Auf ganzer Linie scheint sich Apple darauf zu verlegen, andere anzugreifen statt selbst Innovationen zu liefern.
Das ist hässlich und nicht zuletzt sehr, sehr traurig. Von einem Unternehmen, dessen Produkte ich gerne und mit Überzeugung kaufte, ist Apple innerhalb sehr kurzer Zeit in meinem Ansehen auf ein Niveau gesunken, das das von Microsoft kaum noch übertrifft. Und das will etwas heißen.
Das heißt nicht, dass ich nie wieder Apple-Produkte kaufen werde. Weiterhin gibt es auf dem Desktop nichts, wofür ich mein Mac OS X würde eintauschen wollen. Auch beim Kauf eines Tablets oder Netbooks, der demnächst ansteht, mag es sein, dass das iPad das Rennen macht – je nachdem, was die Konkurrenz mit Chrome OS bis dahin zu bieten hat.
Die Wertschätzung, ja beinahe Verehrung, die Apple zeitweise von mir erfahren hat, hat Jobs aber spätestens mit der Klage gegen HTC gründlich verspielt.
Ach, Apple! Warum musstest Du so tief fallen?
Oder: Wie schnell ein Unternehmen jegliche Sympathie verspielen kann.
Ich kam von Linux zu Mac OS X. Hatte ich anfangs noch etwas Schwierigkeiten damit, meinen Desktop nicht so beliebig konfigurieren zu können wie den unter Linux, so hatte ich mich doch schnell eingewöhnt. Und es begann die Geschichte einer großen Liebe.
Es war perfekt. Ich bekam das beste aus den beiden Welten Linux und Windows. Ein stabiles System, trotzdem professionelle Software im Grafik- und Publishing-Bereich. Eine richtg hübsche Oberfläche, trotzdem fast alle Programme aus der U*ix-Welt, falls ich sowas mal benötigte, BSD-Userland sei Dank. Alles, was man an Skriptsprachen so brauchen kann.
Und zusätzlich manch anderes Sahnehäubchen, das weder unter Linux noch unter Windows geboten wurde, wie etwa eine angenehme (!) objektorientierte Programmiersprache für das System samt professioneller Entwicklungsumgebung komplett umsonst, direkt ins System integriertes Farbmanagement.ohne Aufpreis und zumindest auf Amateurlevel gut nutzbare Programme für Fotoverwaltung/-bearbeitung und Videoschnitt.
Das alles hatte seinen Preis, aber für ein System, das mir all das bot, war ich gern bereit, den auch zu zahlen.
Apple selbst glänzte vor allem durch Innovation. Im Rahmen der DRM-Schlechtigkeiten der Anfangsjahre des musikalischen Online-Vertriebs war man der einzige, der den Unternehmen wenigstens halbwegs erträgliche Konditionen abtrotzte. Mit dem iPod und iTunes erschuf man ein einfaches, idiotensicheres System, das schnell Millionen Abnehmer fand und den Weg zur Markführerschaft in diesem Bereich ebnete.
Mit diesen Geräten konnte man Apple erstmals eine Gängelung der User vorwerfen. So wurde das iTunes-DRM Fairplay nicht an andere Hersteller lizensiert (abgesehen von Motorolas geflopptem iTunes-Handy), und die Player selbst waren stark eingeschränkt und beispielsweise nicht als Festplatte nutzbar. Damals war das aber noch verständlich: Warum sollte Apple andere am eigenen Erfolg mitverdienen lassen, wenn es auch so wunderbar funktionierte? War nicht gerade auch die Einfachheit der iPods ein Grund für ihren durchschlagenden Erfolg?
Ein weiterer Pluspunkt für Apple war, dass die Firma Design in die Computer- und Handywelt brachte. Zwar war es mir eigentlich immer egal gewesen, wie meine Geräte aussahen, solange gut funktionierten, aber mit Apple lernte ich eine gute Optik schätzen. Sie wird weiterhin nie ein Kaufgrund für mich sein, aber wenn ein Gerät neben guter Funktion auch noch gut aussieht, macht es die Nutzung einfach tatsächlich angenehmer.
Dann kam das iPhone. Ich erwartete es mit großer Spannung, denn damals schien Apple das einzige Unternehmen am Markt zu sein, das sich wirklich ernsthaft Gedanken um das User Interface machte. Wenn Apple ein Smartphone brachte – das konnte nur genial werden!
Entsprechend groß war dann zunächst die Enttäuschung. Das UI war zwar so gut, wie es zu erwarten gewesen war. Aber ein Smartphone, das „Applikationen“ nur in Form von Webapps bieten konnte? Für so viel Geld ein Gerät ohne UMTS? Das war indiskutabel.
Aber Apple lernte dazu. Mit der Vorstellung des iPhone 3G und des AppStore wurde das iPhone auch hierzulande zum echten Renner. Durch ganz absichtliche Einschränkungen fehlten immer noch wichtige Dinge wie Multitasking und damals auch Cut&Paste, aber auch ich war einfach nuir begeistert und besorgte mir gleich zum Erscheinungstermin mein iPhone 3G.
Damals bot der Markt nichts, was auch nur im Entferntesten dem iPhone geähnelt hätte. Niemand konnte Apple das Wasser reichen. Lagesensoren, Multitouch, jetzt endlich auch UMTS, der Verzicht auf eine Hardwaretastatur und die Einführung einer wirklich benutzbaren Bildschirmtastatur – all das war aufregend und begeisternd.
Dafür nahm ich, murrend zwar, aber doch, die Einschränkungen in Kauf, die Apple mir auferlegte. Das iPhone war nicht perfekt, aber es war um ein Vielfaches besser als alle anderen Smartphones. Nervig war und blieb aber, dass all die Einschränkungen nicht etwa systemimmanent waren, sondern ganz bewusst und mit Absicht von Apple so gestaltet wurden.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen. Die Konkurrenz hat aufgeholt, wenn nicht sogar Apple überholt. An der iPhone-Front wurde von Apple nur das iPhone 3GS nachgereicht, das zu den langweiligen Updates gehört – außer mehr Tempo hatte es fast nichts Neues zu bieten. Es gab einige Updates von iPhone OS, aber revolutionäre Änderungen waren auch dort nicht zu verbuchen, sieht man von einigen Nachreichungen ab, die von Anfang an hätten selbstverständlich sein müssen.
iPhone OS 4.0 wird wohl bald vorgestellt werden, aber momentan sieht es so aus, als wäre Apple jetzt endgültig in der Position des Hinterherlaufenden – es wird wohl Multitasking geben, und sicher auch einige UI-Goodies, aber nichts Weltbewegendes. Letztlich schließt man also nur zur Konkurrenz auf.
Das will etwas heißen. Der große Innovator ist zur lahmen Ente geworden. Fast alles, was iPhone OS kann, kann Android auch, und mehr, weil es einfach offener ist. Jetzt rächt sich Apples User-Gängelung. Der Vorsprung ist aufgebraucht, der viele User dazu bewegte, sich das bieten zu lassen.
Zumindest in den Augen der Technikfreaks, die im High-End-Smartphone-Bereich natürlich eine gewichtige Rolle spielen, ist Apple nur noch einer unter vielen, und sicher nicht mehr der Beste. Die Attraktivität des iPhones ist geschwunden.
Da die Innovationen verblasst sind, fallen die absichtlichen Einschränkungen viel mehr ins Auge. Apple wirkt nicht mehr wie der große Technology Leader, sondern wie das etwas kleinkarierte Unternehmen, das seinen Usern mehr Beschränkungen auferlegt als alle anderen.
Und dann das: Apple verklagt HTC wegen Patentverletzungen. Bäh. Das ist widerlich.
Bislang war Apple nicht dafür bekannt, dass man andere verklagte. Apple war zuweilen Beklagter in solchen Prozessen und einigte sich meist schnell mit der klagenden Firma. Als Apple Ende letzten Jahres ankündigte, als Reaktion auf die Klage Nokias eine Gegenklage anzustrengen, war das natürlich verständlich.
Selbst geklagt hatte Apple meines Wissens bisher nicht. Warum auch? Als großer Innovator der Branche hatte man auch ohne den Rechtsweg einen Vorsprung, der komfortable Wachstumszahlen ermöglichte.
„Vorsprung durch Technik“ gewissermaßen, um einen alten Audi-Werbespruch zu zitieren.
Darauf basierte Apples Ruf. Ein Unternehmen, das einfach besser war als die anderen und deshalb zurecht die Marktanteile verschiedenster Märkte mmer weiter steigerte. Steve Jobs als etwas exzentrischer CEO, der es aber immer wieder schaffte, alles irgendwie richtiger zu machen als seine Kollegen und die Konkurrenz auf Distanz zu halten.
Das ist offenbar vorbei. Zumindest im Mobilfunkbereich sind die anderen mindestens gleichauf. Und plötzlich reagiert Apple wie ein trotziges Kind, dem jemand die Spielsachen weggenommen hat.
Steve Jobs wirkt auf einmal nicht mehr sympathisch, sondern wie ein arroganter Alleinherrscher mit aufgeblasenem Ego. Das war er schon immer, aber er hat genug richtig gemacht, dass man ihm das gerne verziehen hat. Wenn er aber anfängt, sich in die widerlichen Niederungen der Patenstreitigkeiten zu begeben, treten automatisch auch seine anderen negativen Eigenschaften deutlicher hervor – zumal „Apple vs. Google“ kürzlich schon als „Streit der Egos“ der beteiligten CEOs bezeichnet wurde.
So wenig ich selbst Flash mag (und brauche), Jobs' Äußerungen zum Thema wirkten in der letzten Zeit immer polemischer und substanzloser. Und das ist nur ein Beispiel.
Auf ganzer Linie scheint sich Apple darauf zu verlegen, andere anzugreifen statt selbst Innovationen zu liefern.
Das ist hässlich und nicht zuletzt sehr, sehr traurig. Von einem Unternehmen, dessen Produkte ich gerne und mit Überzeugung kaufte, ist Apple innerhalb sehr kurzer Zeit in meinem Ansehen auf ein Niveau gesunken, das das von Microsoft kaum noch übertrifft. Und das will etwas heißen.
Das heißt nicht, dass ich nie wieder Apple-Produkte kaufen werde. Weiterhin gibt es auf dem Desktop nichts, wofür ich mein Mac OS X würde eintauschen wollen. Auch beim Kauf eines Tablets oder Netbooks, der demnächst ansteht, mag es sein, dass das iPad das Rennen macht – je nachdem, was die Konkurrenz mit Chrome OS bis dahin zu bieten hat.
Die Wertschätzung, ja beinahe Verehrung, die Apple zeitweise von mir erfahren hat, hat Jobs aber spätestens mit der Klage gegen HTC gründlich verspielt.
Ach, Apple! Warum musstest Du so tief fallen?
Ich kam von Linux zu Mac OS X. Hatte ich anfangs noch etwas Schwierigkeiten damit, meinen Desktop nicht so beliebig konfigurieren zu können wie den unter Linux, so hatte ich mich doch schnell eingewöhnt. Und es begann die Geschichte einer großen Liebe.
Es war perfekt. Ich bekam das beste aus den beiden Welten Linux und Windows. Ein stabiles System, trotzdem professionelle Software im Grafik- und Publishing-Bereich. Eine richtg hübsche Oberfläche, trotzdem fast alle Programme aus der U*ix-Welt, falls ich sowas mal benötigte, BSD-Userland sei Dank. Alles, was man an Skriptsprachen so brauchen kann.
Und zusätzlich manch anderes Sahnehäubchen, das weder unter Linux noch unter Windows geboten wurde, wie etwa eine angenehme (!) objektorientierte Programmiersprache für das System samt professioneller Entwicklungsumgebung komplett umsonst, direkt ins System integriertes Farbmanagement.ohne Aufpreis und zumindest auf Amateurlevel gut nutzbare Programme für Fotoverwaltung/-bearbeitung und Videoschnitt.
Das alles hatte seinen Preis, aber für ein System, das mir all das bot, war ich gern bereit, den auch zu zahlen.
Apple selbst glänzte vor allem durch Innovation. Im Rahmen der DRM-Schlechtigkeiten der Anfangsjahre des musikalischen Online-Vertriebs war man der einzige, der den Unternehmen wenigstens halbwegs erträgliche Konditionen abtrotzte. Mit dem iPod und iTunes erschuf man ein einfaches, idiotensicheres System, das schnell Millionen Abnehmer fand und den Weg zur Markführerschaft in diesem Bereich ebnete.
Mit diesen Geräten konnte man Apple erstmals eine Gängelung der User vorwerfen. So wurde das iTunes-DRM Fairplay nicht an andere Hersteller lizensiert (abgesehen von Motorolas geflopptem iTunes-Handy), und die Player selbst waren stark eingeschränkt und beispielsweise nicht als Festplatte nutzbar. Damals war das aber noch verständlich: Warum sollte Apple andere am eigenen Erfolg mitverdienen lassen, wenn es auch so wunderbar funktionierte? War nicht gerade auch die Einfachheit der iPods ein Grund für ihren durchschlagenden Erfolg?
Ein weiterer Pluspunkt für Apple war, dass die Firma Design in die Computer- und Handywelt brachte. Zwar war es mir eigentlich immer egal gewesen, wie meine Geräte aussahen, solange gut funktionierten, aber mit Apple lernte ich eine gute Optik schätzen. Sie wird weiterhin nie ein Kaufgrund für mich sein, aber wenn ein Gerät neben guter Funktion auch noch gut aussieht, macht es die Nutzung einfach tatsächlich angenehmer.
Dann kam das iPhone. Ich erwartete es mit großer Spannung, denn damals schien Apple das einzige Unternehmen am Markt zu sein, das sich wirklich ernsthaft Gedanken um das User Interface machte. Wenn Apple ein Smartphone brachte – das konnte nur genial werden!
Entsprechend groß war dann zunächst die Enttäuschung. Das UI war zwar so gut, wie es zu erwarten gewesen war. Aber ein Smartphone, das „Applikationen“ nur in Form von Webapps bieten konnte? Für so viel Geld ein Gerät ohne UMTS? Das war indiskutabel.
Aber Apple lernte dazu. Mit der Vorstellung des iPhone 3G und des AppStore wurde das iPhone auch hierzulande zum echten Renner. Durch ganz absichtliche Einschränkungen fehlten immer noch wichtige Dinge wie Multitasking und damals auch Cut&Paste, aber auch ich war einfach nuir begeistert und besorgte mir gleich zum Erscheinungstermin mein iPhone 3G.
Damals bot der Markt nichts, was auch nur im Entferntesten dem iPhone geähnelt hätte. Niemand konnte Apple das Wasser reichen. Lagesensoren, Multitouch, jetzt endlich auch UMTS, der Verzicht auf eine Hardwaretastatur und die Einführung einer wirklich benutzbaren Bildschirmtastatur – all das war aufregend und begeisternd.
Dafür nahm ich, murrend zwar, aber doch, die Einschränkungen in Kauf, die Apple mir auferlegte. Das iPhone war nicht perfekt, aber es war um ein Vielfaches besser als alle anderen Smartphones. Nervig war und blieb aber, dass all die Einschränkungen nicht etwa systemimmanent waren, sondern ganz bewusst und mit Absicht von Apple so gestaltet wurden.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen. Die Konkurrenz hat aufgeholt, wenn nicht sogar Apple überholt. An der iPhone-Front wurde von Apple nur das iPhone 3GS nachgereicht, das zu den langweiligen Updates gehört – außer mehr Tempo hatte es fast nichts Neues zu bieten. Es gab einige Updates von iPhone OS, aber revolutionäre Änderungen waren auch dort nicht zu verbuchen, sieht man von einigen Nachreichungen ab, die von Anfang an hätten selbstverständlich sein müssen.
iPhone OS 4.0 wird wohl bald vorgestellt werden, aber momentan sieht es so aus, als wäre Apple jetzt endgültig in der Position des Hinterherlaufenden – es wird wohl Multitasking geben, und sicher auch einige UI-Goodies, aber nichts Weltbewegendes. Letztlich schließt man also nur zur Konkurrenz auf.
Das will etwas heißen. Der große Innovator ist zur lahmen Ente geworden. Fast alles, was iPhone OS kann, kann Android auch, und mehr, weil es einfach offener ist. Jetzt rächt sich Apples User-Gängelung. Der Vorsprung ist aufgebraucht, der viele User dazu bewegte, sich das bieten zu lassen.
Zumindest in den Augen der Technikfreaks, die im High-End-Smartphone-Bereich natürlich eine gewichtige Rolle spielen, ist Apple nur noch einer unter vielen, und sicher nicht mehr der Beste. Die Attraktivität des iPhones ist geschwunden.
Da die Innovationen verblasst sind, fallen die absichtlichen Einschränkungen viel mehr ins Auge. Apple wirkt nicht mehr wie der große Technology Leader, sondern wie das etwas kleinkarierte Unternehmen, das seinen Usern mehr Beschränkungen auferlegt als alle anderen.
Und dann das: Apple verklagt HTC wegen Patentverletzungen. Bäh. Das ist widerlich.
Bislang war Apple nicht dafür bekannt, dass man andere verklagte. Apple war zuweilen Beklagter in solchen Prozessen und einigte sich meist schnell mit der klagenden Firma. Als Apple Ende letzten Jahres ankündigte, als Reaktion auf die Klage Nokias eine Gegenklage anzustrengen, war das natürlich verständlich.
Selbst geklagt hatte Apple meines Wissens bisher nicht. Warum auch? Als großer Innovator der Branche hatte man auch ohne den Rechtsweg einen Vorsprung, der komfortable Wachstumszahlen ermöglichte.
„Vorsprung durch Technik“ gewissermaßen, um einen alten Audi-Werbespruch zu zitieren.
Darauf basierte Apples Ruf. Ein Unternehmen, das einfach besser war als die anderen und deshalb zurecht die Marktanteile verschiedenster Märkte mmer weiter steigerte. Steve Jobs als etwas exzentrischer CEO, der es aber immer wieder schaffte, alles irgendwie richtiger zu machen als seine Kollegen und die Konkurrenz auf Distanz zu halten.
Das ist offenbar vorbei. Zumindest im Mobilfunkbereich sind die anderen mindestens gleichauf. Und plötzlich reagiert Apple wie ein trotziges Kind, dem jemand die Spielsachen weggenommen hat.
Steve Jobs wirkt auf einmal nicht mehr sympathisch, sondern wie ein arroganter Alleinherrscher mit aufgeblasenem Ego. Das war er schon immer, aber er hat genug richtig gemacht, dass man ihm das gerne verziehen hat. Wenn er aber anfängt, sich in die widerlichen Niederungen der Patenstreitigkeiten zu begeben, treten automatisch auch seine anderen negativen Eigenschaften deutlicher hervor – zumal „Apple vs. Google“ kürzlich schon als „Streit der Egos“ der beteiligten CEOs bezeichnet wurde.
So wenig ich selbst Flash mag (und brauche), Jobs' Äußerungen zum Thema wirkten in der letzten Zeit immer polemischer und substanzloser. Und das ist nur ein Beispiel.
Auf ganzer Linie scheint sich Apple darauf zu verlegen, andere anzugreifen statt selbst Innovationen zu liefern.
Das ist hässlich und nicht zuletzt sehr, sehr traurig. Von einem Unternehmen, dessen Produkte ich gerne und mit Überzeugung kaufte, ist Apple innerhalb sehr kurzer Zeit in meinem Ansehen auf ein Niveau gesunken, das das von Microsoft kaum noch übertrifft. Und das will etwas heißen.
Das heißt nicht, dass ich nie wieder Apple-Produkte kaufen werde. Weiterhin gibt es auf dem Desktop nichts, wofür ich mein Mac OS X würde eintauschen wollen. Auch beim Kauf eines Tablets oder Netbooks, der demnächst ansteht, mag es sein, dass das iPad das Rennen macht – je nachdem, was die Konkurrenz mit Chrome OS bis dahin zu bieten hat.
Die Wertschätzung, ja beinahe Verehrung, die Apple zeitweise von mir erfahren hat, hat Jobs aber spätestens mit der Klage gegen HTC gründlich verspielt.
Ach, Apple! Warum musstest Du so tief fallen?
Ach, Apple!
Freitag, 12. März 2010
Sammelstelle für Android-Blogs: Androidblogs.de
Seit gestern gibt es Androidblogs.de, einen zentralen Newsfeed für deutschsprachige Blogs zum Thema Android. Die Android-Beiträge von Zottels Zeug sind seit ein paar Minuten auch dabei.
Auf diesem Wege ein herzlichen Willkommen an alle, die über Androidblogs.de mitlesen!
Das ist in jedem Falle eine sehr gute Idee, die unterstützenswert ist. So findet man die Android-Informationen an zentraler Stelle, wo man sich sonst durch viele Blogs wie meinen wühlen müsste, die außer Android noch viele andere Themen behandeln. So gehört sich das.
Auf diesem Wege ein herzlichen Willkommen an alle, die über Androidblogs.de mitlesen!
Das ist in jedem Falle eine sehr gute Idee, die unterstützenswert ist. So findet man die Android-Informationen an zentraler Stelle, wo man sich sonst durch viele Blogs wie meinen wühlen müsste, die außer Android noch viele andere Themen behandeln. So gehört sich das.
Seit gestern gibt es Androidblogs.de, einen zentralen Newsfeed für deutschsprachige Blogs zum Thema Android. Die Android-Beiträge von Zottels Zeug sind seit ein paar Minuten auch dabei.
Auf diesem Wege ein herzlichen Willkommen an alle, die über Androidblogs.de mitlesen!
Das ist in jedem Falle eine sehr gute Idee, die unterstützenswert ist. So findet man die Android-Informationen an zentraler Stelle, wo man sich sonst durch viele Blogs wie meinen wühlen müsste, die außer Android noch viele andere Themen behandeln. So gehört sich das.
Auf diesem Wege ein herzlichen Willkommen an alle, die über Androidblogs.de mitlesen!
Das ist in jedem Falle eine sehr gute Idee, die unterstützenswert ist. So findet man die Android-Informationen an zentraler Stelle, wo man sich sonst durch viele Blogs wie meinen wühlen müsste, die außer Android noch viele andere Themen behandeln. So gehört sich das.
Sammelstelle für Android-Blogs: Androidblogs.de
Sony Ericsson Xperia X10
Oh, da ist mir ein grundsätzlich interessantes Gerät völlig durch die Lappen gegangen: Das Sony Ericsson Xperia X10.
Das liegt vmtl. daran, dass es nach vielen Verschiebungen des Erscheinungstermins recht ruhig geworden war, um das Gerät. Aktuell gilt April/Mai als wahrscheinliches Datum, also etwa in dem Zeitrahmen, in dem auch das HTC Desire und evtl. das Nexus One auf den deutschen Markt kommen werden.
Was das Gerät für mich interessant machen würde, wäre vor allem das Display, das mit 4" eine knapp 8mm größere Diagonale aufweist als die 3,7"-Displays der Konkurrenz. Dafür keine OLED-Technologie, die ohne passendes Farbmanagement aber ohnehin eher für Falschfarben als für eine besonders gute Darstellung sorgt.
Zudem könnten echte drei Subpixel statt des PenTile-Displays von Nexus One und Desire für höhere Bildschärfe sorgen – falls es echte drei Subpixel sind; dazu habe ich bisher nichts gelesen. Andererseits drückt die klassische TFT-Technik in Verbindung mit dem größeren Display vmtl. auch die Akkulaufzeit.
Ein ganz anderer Punkt aber könnte hier zum Deal Breaker werden: Trotz des massiv hinausgezögerten Erscheinungstermins sieht es momentan so aus als würde das Gerät mit Android 1.6 erscheinen. Natürlich ist ein Update angekündigt, aber wenn schon das Release so lange dauert … ?
Nun ja.
Interessant ist dagegen wiederum die 8,1-Megapixel-Kamera. Ich wage zwar stark zu bezweifeln, dass die Optik so eine Auflösung überhaupt hergibt, und wie üblich beim allgegenwärtigen Megapixel-Wahn könnte die hohe Pixeldichte auf dem Sensor sogar zu schlechteren Ergebnissen führen, als das mit einem 5-Megapixel-Sensor bei gleicher Optik möglich gewesen wäre. Trotzdem könnte die Kamera die von Nexus One und Desire deutlich übertreffen, was ja auch nicht unbedingt schwierig wäre.
Ich habe das X10 jetzt jedenfalls auf dem Schirm. Wenn es innerhalb von ein oder zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin der beiden HTC-Konkurrenten in Deutschland erscheint, werde ich es mir auf jeden Fall näher ansehen, bevor ich mich entscheide.
Das liegt vmtl. daran, dass es nach vielen Verschiebungen des Erscheinungstermins recht ruhig geworden war, um das Gerät. Aktuell gilt April/Mai als wahrscheinliches Datum, also etwa in dem Zeitrahmen, in dem auch das HTC Desire und evtl. das Nexus One auf den deutschen Markt kommen werden.
Was das Gerät für mich interessant machen würde, wäre vor allem das Display, das mit 4" eine knapp 8mm größere Diagonale aufweist als die 3,7"-Displays der Konkurrenz. Dafür keine OLED-Technologie, die ohne passendes Farbmanagement aber ohnehin eher für Falschfarben als für eine besonders gute Darstellung sorgt.
Zudem könnten echte drei Subpixel statt des PenTile-Displays von Nexus One und Desire für höhere Bildschärfe sorgen – falls es echte drei Subpixel sind; dazu habe ich bisher nichts gelesen. Andererseits drückt die klassische TFT-Technik in Verbindung mit dem größeren Display vmtl. auch die Akkulaufzeit.
Ein ganz anderer Punkt aber könnte hier zum Deal Breaker werden: Trotz des massiv hinausgezögerten Erscheinungstermins sieht es momentan so aus als würde das Gerät mit Android 1.6 erscheinen. Natürlich ist ein Update angekündigt, aber wenn schon das Release so lange dauert … ?
Nun ja.
Interessant ist dagegen wiederum die 8,1-Megapixel-Kamera. Ich wage zwar stark zu bezweifeln, dass die Optik so eine Auflösung überhaupt hergibt, und wie üblich beim allgegenwärtigen Megapixel-Wahn könnte die hohe Pixeldichte auf dem Sensor sogar zu schlechteren Ergebnissen führen, als das mit einem 5-Megapixel-Sensor bei gleicher Optik möglich gewesen wäre. Trotzdem könnte die Kamera die von Nexus One und Desire deutlich übertreffen, was ja auch nicht unbedingt schwierig wäre.
Ich habe das X10 jetzt jedenfalls auf dem Schirm. Wenn es innerhalb von ein oder zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin der beiden HTC-Konkurrenten in Deutschland erscheint, werde ich es mir auf jeden Fall näher ansehen, bevor ich mich entscheide.
Oh, da ist mir ein grundsätzlich interessantes Gerät völlig durch die Lappen gegangen: Das Sony Ericsson Xperia X10.
Das liegt vmtl. daran, dass es nach vielen Verschiebungen des Erscheinungstermins recht ruhig geworden war, um das Gerät. Aktuell gilt April/Mai als wahrscheinliches Datum, also etwa in dem Zeitrahmen, in dem auch das HTC Desire und evtl. das Nexus One auf den deutschen Markt kommen werden.
Was das Gerät für mich interessant machen würde, wäre vor allem das Display, das mit 4" eine knapp 8mm größere Diagonale aufweist als die 3,7"-Displays der Konkurrenz. Dafür keine OLED-Technologie, die ohne passendes Farbmanagement aber ohnehin eher für Falschfarben als für eine besonders gute Darstellung sorgt.
Zudem könnten echte drei Subpixel statt des PenTile-Displays von Nexus One und Desire für höhere Bildschärfe sorgen – falls es echte drei Subpixel sind; dazu habe ich bisher nichts gelesen. Andererseits drückt die klassische TFT-Technik in Verbindung mit dem größeren Display vmtl. auch die Akkulaufzeit.
Ein ganz anderer Punkt aber könnte hier zum Deal Breaker werden: Trotz des massiv hinausgezögerten Erscheinungstermins sieht es momentan so aus als würde das Gerät mit Android 1.6 erscheinen. Natürlich ist ein Update angekündigt, aber wenn schon das Release so lange dauert … ?
Nun ja.
Interessant ist dagegen wiederum die 8,1-Megapixel-Kamera. Ich wage zwar stark zu bezweifeln, dass die Optik so eine Auflösung überhaupt hergibt, und wie üblich beim allgegenwärtigen Megapixel-Wahn könnte die hohe Pixeldichte auf dem Sensor sogar zu schlechteren Ergebnissen führen, als das mit einem 5-Megapixel-Sensor bei gleicher Optik möglich gewesen wäre. Trotzdem könnte die Kamera die von Nexus One und Desire deutlich übertreffen, was ja auch nicht unbedingt schwierig wäre.
Ich habe das X10 jetzt jedenfalls auf dem Schirm. Wenn es innerhalb von ein oder zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin der beiden HTC-Konkurrenten in Deutschland erscheint, werde ich es mir auf jeden Fall näher ansehen, bevor ich mich entscheide.
Das liegt vmtl. daran, dass es nach vielen Verschiebungen des Erscheinungstermins recht ruhig geworden war, um das Gerät. Aktuell gilt April/Mai als wahrscheinliches Datum, also etwa in dem Zeitrahmen, in dem auch das HTC Desire und evtl. das Nexus One auf den deutschen Markt kommen werden.
Was das Gerät für mich interessant machen würde, wäre vor allem das Display, das mit 4" eine knapp 8mm größere Diagonale aufweist als die 3,7"-Displays der Konkurrenz. Dafür keine OLED-Technologie, die ohne passendes Farbmanagement aber ohnehin eher für Falschfarben als für eine besonders gute Darstellung sorgt.
Zudem könnten echte drei Subpixel statt des PenTile-Displays von Nexus One und Desire für höhere Bildschärfe sorgen – falls es echte drei Subpixel sind; dazu habe ich bisher nichts gelesen. Andererseits drückt die klassische TFT-Technik in Verbindung mit dem größeren Display vmtl. auch die Akkulaufzeit.
Ein ganz anderer Punkt aber könnte hier zum Deal Breaker werden: Trotz des massiv hinausgezögerten Erscheinungstermins sieht es momentan so aus als würde das Gerät mit Android 1.6 erscheinen. Natürlich ist ein Update angekündigt, aber wenn schon das Release so lange dauert … ?
Nun ja.
Interessant ist dagegen wiederum die 8,1-Megapixel-Kamera. Ich wage zwar stark zu bezweifeln, dass die Optik so eine Auflösung überhaupt hergibt, und wie üblich beim allgegenwärtigen Megapixel-Wahn könnte die hohe Pixeldichte auf dem Sensor sogar zu schlechteren Ergebnissen führen, als das mit einem 5-Megapixel-Sensor bei gleicher Optik möglich gewesen wäre. Trotzdem könnte die Kamera die von Nexus One und Desire deutlich übertreffen, was ja auch nicht unbedingt schwierig wäre.
Ich habe das X10 jetzt jedenfalls auf dem Schirm. Wenn es innerhalb von ein oder zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin der beiden HTC-Konkurrenten in Deutschland erscheint, werde ich es mir auf jeden Fall näher ansehen, bevor ich mich entscheide.
Sony Ericsson Xperia X10
Ehrenwerte Viagraverkäufer
Manchmal kann Spam durchaus Unterhaltungswert haben. Der Absender einer Mail, die ich eben in meinem Spamordner gefunden habe, ist wunderbar:
Reputable Viagra Dealers <tovuze...9128@numericable.fr>
Reputable Viagra Dealers <tovuze...9128@numericable.fr>
Manchmal kann Spam durchaus Unterhaltungswert haben. Der Absender einer Mail, die ich eben in meinem Spamordner gefunden habe, ist wunderbar:
Reputable Viagra Dealers <tovuze...9128@numericable.fr>
Reputable Viagra Dealers <tovuze...9128@numericable.fr>
Ehrenwerte Viagraverkäufer
Abonnieren
Posts (Atom)