Donnerstag, 13. August 2009

Gerücht: MacBook touch im September

Wie „Le Journal du Geek“ erfahren haben will, gibt es jetzt erste konkretere Hinweise auf ein MacBook touch im September – so soll der lange erwartete Tablet-Rechner von Apple offenbar heißen. Angeblich ab 849,– zu haben. Sogar eine Art iPhone-Emulator soll dabei sein, um damit Applikationen aus dem Appstore ausführen zu können.
Man darf gespannt sein, was an diesem Gerücht dran ist.
gelesen bei iphone-notes.de

Microsoft und Nokia schmieden Allianz für Business-Smartphones – iPhone weiter im Hintertreffen

Wie Spiegel Online berichtet, haben Microsoft und Nokia die Bildung einer Allianz verkündet, um ihre Smartphone Plattformen für Business-Nutzer interessanter zu machen. Es soll gemeinsam Software entwickelt werden, die für eine gute Integration der Geräte in die Firmen-IT-Umgebung sorgt und auch hilft, die Kommunikation zu verbessern und Kosten zu sparen. So wurde die Applikation „Office Communicator“ präsentiert, die zeigt, auf welchen Wegen Kollegen gerade erreichbar sind und den sinnvollsten auswählen kann. Im kommenden Jahr sollen erste Geräte mit dieser Software auf den Markt kommen.
Was verbirgt sich dahinter? Natürlich möchten Nokia und Microsoft ihren Marktanteil bei Geschäftshandys ausbauen und sich damit gegenüber Marktführer RIM mit seinen Blackberrys, aber auch gegenüber dem iPhone strategisch günstig platzieren.
Umso schwieriger wird es für Apple, hier aufzuholen. Das iPhone bietet sich als Business-Plattform derzeit nicht gerade an. Vor allem die lächerlich schlechte Kalendersoftware, die Apple uns iPhone-Benutzern zumutet, ist einem ernsthaften Einsatz im Firmenumfeld kaum gewachsen. Aber auch die Sicherheitsfunktionen lassen zu wünschen übrig – bekanntlich lässt sich die Verschlüsselung der Inhalte auf dem Gerät mit einem simplen Jailbreak aushebeln.
Wenn man nicht ohnehin eigene Software für die Geräte entwickeln muss, dürfte das iPhone als Firmenhandy mehr Nachteile als Vorteile haben. Entsprechende Erfolgsmeldungen haben mich immer verwundert. Wenn man selbst entwickeln muss, sieht das natürlich anders aus – eine ähnlich überlegene Entwicklungsumgebung wie Xcode mit dem Interface Builder haben die konkurrierenden Plattformen einfach nicht zu bieten. Andererseits beherrschen die wenigsten Entwickler Objective C …
So oder so, derzeit sehe ich das iPhone nicht als Business-Handy. So schön es für den privaten Gebrauch ist, allein die Zahl der Spiele im Appstore im Vergleich zu der sehr kümmerlichen Anzahl ernsthaft nutzbarer Business-Anwendungen spricht Bände.

Mittwoch, 12. August 2009

Google Mail, Mailplane und das Aha-Erlebnis

Wie unten schon geschrieben hatte ich beschlossen, MobileMe wieder den Rücken zu kehren. Ich machte mich bereit, meine Mails wie früher bei Google hosten zu lassen und per IMAP darauf zuzugreifen. Ursprünglich von Linux herkommend, war mir die Vorstellung, Mails ausschließlich mit einem Browser zu benutzen, ziemlich zuwider.
Dann stieß ich zufällig auf Mailplane. Mailplane ist letztlich nichts anderes als ein Browser ausschließlich für Google Mail. Zusätzlich zu den üblichen Browser-Features bietet es aber eine Integration ins OSX-Desktop, d.h. Dinge wie Zugriff aufs Adressbuch und Drag&Drop für Attachments.
Was soll ich sagen; die Testphase ist bald um, und ich werde wohl zuschlagen. Ganz nebenbei habe ich dabei die Vorteile von Google Mail entdeckt: Konversationen und Labels. Und nachdem GMail selbst auf meinem etwas altersschwachen G5-iMac nicht langsamer ist als ein Desktop-Programm, begann ich, mich mit dem Gedanken an browserbasierte Mail anzufreunden.
Tatsächlich ist Google Mail von seiner Bedienung her absurderweise jedem MUA überlegen, den ich kenne. Es ist flott, es ist einfach gehalten, es versteht Tastenkürzel, und es kan mehr als jeder übliche Mail Client für den Privatgebrauch.
Um noch einmal auf MobileMe zurückzukommen: Ja, auch das Web-Interface von MobileMe ist schön. Es sieht sogar viel besser aus als das von Google. Aber es ist langsam, es wirkt überladen, und vor allem: Ich kann meine jahrelang genutzte E-Mail-Adresse nicht verwenden.
Auch wenn Google mir noch immer etwas unheimlich ist, ich eigentlich lieber einen Anbieter hätte, bei dem ich mich bezüglich der Verwendung meiner Daten etwas wohler fühlen würde – das GMail-Angebot übertrifft einfach alles andere.
Und ich bin jetzt schon gespannt auf Google Wave …



MobileMe mit eigener E-Mail-Adresse auf dem iPhone

Da fällt mir noch ein: Hier hatte ich einmal einen Beitrag geschrieben, der erklärt, wie man auf dem iPhone einen MobileMe-Account mit eigener E-Mail-Adresse benutzt, und zwar inklusive gesendeter Mails im Gesendet-Ordner von MobileMe. Wer das noch haben will, sehe es sich an.

Abschied von MobileMe

Nachdem letztes Jahr die Kinderkrankheiten von Apples MobileMe-Service ausgemerzt waren, probierte ich mit einem Test-Account MobileMe aus und blieb dann auch dabei – wunderbar integriertes OTA-Sync von Adressen und Kalendern mit dem Mac und vor allem Push-Mail waren die ausschlaggebenden Gründe. Dass dann noch die Veröffentlichung von Alben aus iPhoto heraus sehr einfach funktionierte und besonders gut aussah, war ein weiterer Pluspunkt.
Ein Punkt hat mir die Freude an MobileMe aber immer massiv vergällt: Der Zwang zur Benutzung einer @me.com-E-Mail-Adresse. Natürlich habe ich die nie wirklich benutzt, schließlich habe ich seit deutlich über zehn Jahren meine eigene Domain, und meine Freunde kennen meine unveränderte E-Mail-Adresse seit Ewigkeiten. Um „meine“ Adresse behalten zu können, waren aber einige Verrenkungen notwendig, vor allem auf dem iPhone, und besonders schlimm: Im Web-Interface ist es komplett unmöglich, die E-Mails mit einem eigenen Absender zu versehen.
Das ist so einfach nicht hinnehmbar – ich will mich nicht von Apple dazu zwingen lassen, mit meiner E-Mai-Adresse für einen Dienst zu werben, den ich ohnehin bezahlt habe, und zwar teuer.
Hinzu kommt, dass ich seit iPhone OS 3.0 keine Push-Mails mehr brauche. BeejiveIM pusht mir neue Nachrichten jetzt auch ohne Mails auf das iPhone, und das war der primäre Zweck von Push-Mails für mich. Normale Mails kann ich auch später lesen.
Als mit PocketInformant dann endlich auch ein benutzbarer Kalender auf das iPhone kam, fiel ein weiterer Grund für MobileMe weg: Da Apple immer noch keine API für die interne Kalenderdatenbank des iPhones anbietet, müssen Third-Party-Kalenderapplikationen wohl oder übel eigene Datenbanken nutzen und auf anderen Wegen synchronisieren. Da muss ich dann ohnehin über Google Kalender gehen.
Wozu also noch MobileMe? Wenn die Adressen nur noch über iTunes synchronisiert werden, kann ich damit leben.
In meinem Account ist die die Verlängerung bereits deaktiviert, ab Herbst werde ich MobileMe komplett den Rücken kehren.
Apple, Du hättest einen MobileMe-Kunden glücklich machen und behalten können, wenn Du einfach nur eigene E-Mail-Adressen zugelassen hättest. So aber wird das nichts.

Demnächst: Wechsel zu Google und was dort alles neu für mich und toller ist

Routenplaner selbst programmieren

Tja, wenn man nur Zeit hätte … In letzter Zeit hat mich wieder die Lust gepackt, dem Rechner selbst neue Dinge beizubringen. Ich habe da so ein kleines Projekt, in dem ich einfach aus Spaß ein bisschen mit Routenplanung herumprobieren möchte.
In ganz ferner zukunft könnte daraus vielleicht einmal eine iPhone-Applikation werden, aber davon bin ich noch sehr weit entfernt.
Wie fängt man sowas an? Natürlich braucht man erst einmal Kartendaten. Dazu bietet sich das OpenStreetMap-Projekt an. Leider ist das XML, das dort Angeboten wird, für die Verarbeitung in einem Routenplaner zunächst einmal sehr ungeeignet und muss intern erst in eine halbwegs passende Struktur gebracht werden. Und allein Deutschland sind > 4 GB XML. Das sinnvoll zu verarbeiten ist nicht die leichteste Aufgabe.
Erste Schritte habe ich vor ein paar Monaten mit Perl gemacht. Quick and dirty, kann routen, ist aber sehr ineffizient. Natürlich habe ich aus Spaß an der Freude erst einmal mit einem eigenen Algorithmus experimentiert, aber der A*-Algorithmus dürfte dann eben doch die sinnvollere Alternative sein.
Jetzt hat es mich wieder gepackt, und jetzt wird das ganze dann gleich in Cocoa umgesetzt. Leichter gesagt als getan, denn ich habe in Cocoa (und überhaupt in ObjC) noch nicht viel gemacht – eine einzige kleine Applikation, um genau zu sein, und das war vor einem Jahr.
Alles wieder neu lernen, also. Bis jetzt kann das Programm nur XML einlesen und in eine halbwegs taugliche Datenstruktur übersetzen. Als das fertig war, habe ich Core Data entdeckt, und nachdem ich meine Datenstrukturen ja auch wieder abspeichern muss, wird das wohl das Mittel der Wahl sein. Also wieder von vorne. Bin gespannt, was daraus wird.
Zeit müsste man eben haben. Mit einem kleinen Kind zu Hause kann man nicht mal eben ein Wochenende durchprogrammieren, da bleiben nur die Abende – und die Frau will ja auch etwas von mir haben. ;-) Nicht, dass ich meine kleine Familie nicht schätze, im Gegenteil, allein sein möchte ich nicht mehr. Aber manchmal wäre etwas mehr Zeit für Geek-Abenteuer eben doch ganz nett.

Zottel wird Blogger

Jetzt habe ich mich also breitschlagen lassen. Oder selbst breitgeschlagen. Eigentlich fand ich Blogs immer doof. Komische Selbstdarstellungen von vermutlich komischen Leuten.
Jetzt hat mich aber doch selbst die Lust gepackt, einfach dann und wann meine neuesten Erkenntnisse aus verschiedensten Bereichen unter die Leute zu bringen. Mal sehen, wie lange mir das Spaß macht, oder ob ich sogar für immer dabei bleibe.
Wahrscheinlich wird es in erster Linie um neue Entwicklungen im Intenret, bei Apple und rund um das iPhone gehen. Aber auch zu anderen Themen werde ich dann und wann etwas zu sagen haben.
Ein neues Experiment in der Online-Welt.