Freitag, 12. März 2010

Ehrenwerte Viagraverkäufer

Manchmal kann Spam durchaus Unterhaltungswert haben. Der Absender einer Mail, die ich eben in meinem Spamordner gefunden habe, ist wunderbar:
Reputable Viagra Dealers <tovuze...9128@numericable.fr>

Donnerstag, 11. März 2010

Großer subjektiver Vergleich aller Smartphone-Systeme

In mittlerweile unzähligen Posts in diesem Blog habe ich immer wieder überlegt, wo die Vorteile und Nachteile aktueller Smartphone-Betriebssysteme und Handymodelle liegen, was für mich das richtige ist und wofür ich mich letztlich entscheiden soll.
Demnächst wird mir jetzt ein kleines Erbe ausgezahlt, da kann man sich dann mal ein bisschen was leisten, wo man normalerweise sparen müsste.
Da es also wohl schon recht bald soweit sein wird, sind die Optionen auf schon jetzt oder bald erhältliche Telefone eingegrenzt.
Den langen Artikel mit der Zusammenfassung aller Erkenntnisse aus den letzten Monaten gibt es nach dem Klick auf den Link – wegen des großen Umfangs des Artikels heute ausnahmsweise einmal wieder mit Sprung..

Montag, 8. März 2010

Neues zum Display von Nexus One und HTC Desire

Hier sind interessante angebliche Vergleichsbilder zu sehen zwischen der eingebauten Galerie des Nexus One und einer 3rd-Party-Galerie aus dem Android-Market zu finden. Hier noch ein direkter Link zu dem einen der beiden Bilder, das ich einer genaueren Untersuchung unterzogen habe.
Sollten die Tester bei DisplayMate lediglich Opfer schlechter Software geworden sein?
Natürlich ist das mit Vorsicht zu genießen – es ist ein Forumspost eines ganz neuen Mitgileds dieses Forums, das zudem die Bitzahlen durchenanderbringt (wenn, dann unterstützt die Android-Galerie 16bit und die andere Galerie etwas mehr).
Außerdem stellt sich die Frage, wie diese Bilder überhaupt entstanden sein sollen. Für reines Abfotografieren sind sie fast zu gut, und bei einem Screenshot würde ich eigentlich erwarten, dass man dann den Inhalt vor Konvertierung durch den Displaytreiber zu sehen bekommt, will sagen in ursprünglichen 24bit, nicht die runtergerechnete Version, die dann tatsächlich das Display erreicht.
Wie dem auch sei: Es fällt auf, dass beide Versionen gedithert sind, die schönere Version aber stärker.
Wenn man sich die Farbwerte im Bild einmal genau ansieht, findet man große Histogrammausschläge bei 64 Grünabstufungen und je 32 Blau- und Rotabstufungen – genau die 16 Bits also, die das Display realiter bieten soll: Je 5 (32 Farben) für Rot und Blau und 6 (64 Farben) für Grün.
Dass Zwischenstufen im Bild ebenfalls (deutlich weniger zahlreich) vorhanden sind, deutet dann doch auf eine wie auch immer geartete analoge Übertragung hin, etwa durch Abfotografieren.
Fazit ist also: Die Vergleichbilder scheinen tatsächlich von einem Display abfotografiert zu sein, das nur 16bit Farbtiefe bietet. Die schönere Version der 3rd-Party-Galerie zeigt, dass das gedithert gar nicht mehr so sehr auffällt, gerade bei der hohen Auflösung des Displays – außer in Farbflächen.
Außerdem wird klar, dass die Original-Google-Galerie deutlich andere Farben anzeigt. Besonders deutlich ist das an den roten Füßen des Androiden.
Das könnte bedeuten, dass die schreckliche Farbänderung („Optimierung“) ausschließlich durch die Galeriesoftware vorgenommen wird und nicht Teil der Displaytreiber selbst ist. Das wäre für mich eine extrem gute Nachricht, denn das würde bedeuten, dass mit der schlichten Wahl eines anderen Programms die Anzeigefehler halbwegs auszubügeln wären – zumindest teilweise, denn ohne Farbmanagement wird der große Gamut des AMOLED-Displays automatisch zu einer verstärkten Sättigung führen.
Fragt sich nur, wie es dazu kommt, dass die Anzeige der 3rd-Party-Galerie deutlich besser gedithert ist. Letztlich scheint das darauf hin zu deuten, dass Googles Galerie die Bilder selbst schon auf einen 16bit-Farbraum herunterrechnet, bevor sie dann an den Displaytreiber weitergegeben werden, und zwar ohne zu dithern. Das wäre eine durchaus seltsame Idee – aber vielleicht steckt ja der Wunsch dahinter, die Farben bestmöglich auf 16bit abzubilden, und das Dithering wurde aus Zeitgründen lieber seingelassen?
Wie auch immer – das klingt ganz gut. Mit 16bit Farbtiefe könnte ich notfalls leben. Mit massiver Farb„optimierung“ nicht. Wenn das nur ein zweifelhaftes Feature der Google-Galerie ist, muss ich sie ja nicht benutzen.
Bin gespannt, was sich da weiterhin ergibt.

Update: Ich hatte diesbezüglich auch an DisplayMate geschrieben. Hier die Antwort:
The Nexus One's built-in Browser, Gallery and other applications use the 16-bit interface. Readers have found other downloadable applications that appear to display 18 to 24-bit color, so it appears that Google has shipped the phone with incomplete software and presumably they will fix this problem soon. We've updated the articles to reflect this:
See http://www.displaymate.com/Nexus_iPhone_ShootOut.htm
And http://www.displaymate.com/Nexus_One_ShootOut.htm
Und tatsächlich, da steht es:
Readers have sent in screen shots from an Astro Image Viewer Application that don’t show these artifacts and appear to be 24-bit color, so presumably Google will correct this shocking problem soon. The primitive 16-bit display interface should be eliminated.
Aber: 24-bit Color? Die Screenshots von oben hatten zwar keine groben Abstufungen, waren aber immer noch gedithert und hatten nur 16-bittige Farbe.
Vielleicht hat BeRo recht, der in einem Kommentar unten das Open-GL-ES-Interface für die Farbbeschränkung verantwortlich macht. Möglicherweise nutzen beide Viewer dieses Interface, um hübsche Animationen auf den Schirm zu zaubern, der B&B-Viewer optimiert sie aber besser, indem er dithert?
Echte 24-Bit-Farbe auf dem Display wäre natürlich eine tolle Sache. Ich hoffe, dass sich das noch bestätigt.
Siehe auch: Schlechtes Display beim Nexus One

Donnerstag, 4. März 2010

Nexus One vs. HTC Desire

Ich will an dieser Stelle nicht die allgemein bekannten Spezifikationen der beiden Schwestermodelle herunterbeten, bei denen das HTC Desire leicht vorne liegt.
Was aber spricht abseits der reinen Hardware-Unterschiede für das eine oder das andere Telefon?
Das Nexus One hat einen ganz klaren Vorteil: Es kommt von Google selbst. Somit ist davon auszugehen, dass neue Android-Versionen immer sofort verfügbar sein werden.
HTC dagegen hat wohl zwar irgendwann versprochen, dass es immer und für alle Telefone jeweils die neueste Android-Version anbieten wird. Tatsächlich sieht es an dieser Front aber ziemlich mau aus, vor allem was die Zeiten betrifft, bis endlich alle HTC-Androiden mit dem neuen OS versehen sind. Falls ich nicht was verpasst habe (habe das bislang nicht so genau verfolgt), gibt es bislang offiziell kein einziges HTC-Telefon, das ursprünglich mit Android 1.x ausgeliefert wurde und schon auf 2.x hochgestuft wurde.
Das ist für mich ein wirklich großes Manko. Auf die HTC-eigene Sense-Oberfläche, so schön sie auch sein mag, kann ich dagegen getrost verzichten.
Insofern war bisher für mich klar, dass, wenn es denn eines der beiden Geräte sein soll, auf jeden Fall das Nexus One den Vorzug bekommen würde.
Dann kamen die Berichte über das schlechte Display des Nexus One. Und plötzlich sieht alles ganz anders aus.
Die Frage ist nämlich: Wird HTC sich für ein selbst vertriebenes Telefon eine bessere Display-Kalibrierung leisten? Andere Display-Treiber einsetzen? Auf Kontrastspreizung bis hin zu Bonbonfarben verzichten?
Möglich wäre es. Insofern warte ich mit Spannung auf die ersten direkten Vergleiche der beiden Geräte.
Und dann hat das Desire natürlich noch einen anderen, unschätzbaren Vorteil: Selbst wenn das Display sich ähnlich verhalten sollte wie das des Nexus One – ich kann in einen Laden gehen und mir ansehen, ob das für mich erträglich ist oder nicht.
Beim Nexus One habe ich diese Möglichkeit nicht. Klar, wenn es erst einmal in Deutschland erhältlich ist, könnte ich es bestellen und bei Nichtgefallen zurücksenden. Das ist aber einfach extrem unpraktisch, und ich scheue den damit verbundenen Aufwand – zumal die rechtliche Situation hier ohnehin ein wenig zur Grauzone wird, weil eine Rücksendung in diesem Fall eigentlich unbenutzt vonstatten gehen müsste. Sonst hat der Versender zumindest theoretisch ein Anrecht auf einen Ersatz der Wertverschlechterung.
So oder so: Ich werde mir das HTC Desire im Laden ansehen, sobald das möglich ist. Ich bin gespannt.

Mehr zum Vergleich zwischen den beiden Telefonen ist auch hier zu finden.

Mittwoch, 3. März 2010

Softwarepatente – das große Übel der IT-Branche

Dass Apple HTC (und eigentlich Googles Android OS) wegen Patentrechtsverletzungen verklagt, dürften die meisten mittlerweile mitbekommen haben.
Hier gibt es einen interessanten Artikel bei Engadget, in dem die genannten Patente aufgelistet sind, so dass man sich einen groben Überblick darüber verschaffen kann, um was es eigentlich geht.
Mehr als grob ist allerdings nicht möglich. Und hier zeigen sich die unglaublichen Absurditäten des Patentwesens allgemein und insbesondere der Softwarepatente: Zunächst einmal wird es umfangreiche Anhörungen geben müssen, bei denen sich alle Beteiligten (inkl. der Patentinhaber selbst) darüber klarwerden können, was genau die Patente eigentlich abdecken. Und einige der Patente erwecken zusätzlich das kalte Grausen, wenn einem klar wird, was so alles patentierbar ist.
Innerhalb der Mobilfunkindustrie waren solche Klagen bisher selten. Inzwischen nimmt aber die Bedeutung von Android und anderen Smartphone-Betriebssystemen zu, die den Vorsprung fast aufgeholt haben, den Apple sich mit dem iPhone herausgearbeitet hatte; die in vielen Bereichen iPhone OS sogar übertrumpfen können. Anscheinend will Apple es auf eine Kraftprobe ankommen lassen, um zu sehen, wieviel sich bei den Konkurrenten mitverdienen lässt.
Mehr wird nämlich kaum passieren. Jedes große Unternehmen der Branche hat Patente, die es ihm erlauben würden, den Verkauf der Konkurrenzgeräte stoppen zu lassen. Letztlich geht nur um einen patentrechtlichen Schwanzvergleich, wer den kürzeren hat muss bezahlen. Ob der Streit in einer außergerichtlichen Einigung schnell beigelegt oder über Jahre hin vor US-Gerichten ausgefochten wird, wird sich zeigen.
Klar ist jedenfalls: Würde Apple einen Prozess bis zum Verbot der gegnerischen Geräte durchziehen, könnte es bald selbst keine Geräte mehr verkaufen.
Das ist nichts weiter als abscheuliches Geschachere.
Und das Gemeine daran ist: Wer nicht das Geld hat, sich teure Patentverfahren zu leisten, oder nur über einige weniger wichtige Patente verfügt, kann ganz schnell ausgebootet werden.

Verfassungsgericht erlaubt Vorratsdatenspeicherung

Ja, richtig gelesen.
Die Gegner der Vorratsdatenspeicherung lassen nach dem gestrigen Urteil allenthalben die Korken knallen. Das ist für mich aber völlig unverständlich, denn eigentlich ist das Urteil ein Skandal – in negativem Sinne.
Natürlich wurde dem Gesetzgeber eine schallende Ohrfeige verpasst; es ist auch schön, dass die bislang gesammelten Daten erst einmal gelöscht werden müssen.
Der eigentliche Punkt ist aber: Das Bundesverfassungsgericht hat mit diesem Urteil meines Wissens erstmals die Möglichkeit eingeräumt, die Grundrechte ohne konkreten Verdacht einzuschränken. Genau das bedeutet Vorratsdatenspeicherung nämlich: Einschränkung des Telekommunikationsgeheimnisses für alle Bürger, ob nun ein Verdacht gegen sie vorliegt oder nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat nur die derzeitige Ausgestaltung des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt, unter anderem weil die Daten, solange sie bei den Providern auf Vorrat gehalten werden, nicht ausreichend geschützt sind.
Die Vorratsdatenspeicherung an sich wurde aber als verfassungskonform eingestuft.
Mithin ist dieses Urteil eine fürchterliche Niederlage für alle, die sich um Datenschutz Gedanken machen. Und zudem eine historische Wende in der Interpretation des Grundrechtekatalogs zugunsten von mehr Überwachung und weniger Freiheit.
Es wird in Kürze ein neues, angepasstes Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung geben, die FDP wird einknicken wie üblich, und die CDU/CSU wird sich die Hände reiben, weil die Datensammelwut endlich hieb- und stichfest juristisch abgesichert ist.
Das gestrige Urteil ist kein Grund zur Freude, sondern zu blankem Entsetzen.

Montag, 1. März 2010

Die Theorie hinter dem Spritsparen

Nach dem Umzug kürzlich fahre ich jetzt natürlich eine ganz andere Strecke zur Arbeit. Sie ist wesentlich bergiger, und so hatte ich mit einem deutlichen Anstieg des Verbrauchs meines Polos gerechnet. Um so erstaunter war ich, als ich feststellte, dass er trotz Winter und teils sehr kalten Temperaturen kaum angestiegen war.
Das brachte mich dazu, ein bisschen über die theoretisch-physikalischen Grundlagen des Spritsparens nachzudenken, und ich kam zu Ergebnissen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. (Sie sind aber nicht falsch, natürlich habe ich mich mittlerweile rückversichert, ob ich da nicht so manches übersehen hatte.)
Der sehr umfangreiche Artikel ist mit einem Klick auf den Link zu erreichen.