Samstag, 28. August 2010

Bugs in OSM-Daten

Seit einiger Zeit arbeite ich wieder unregelmaßig an meinem Routenplaner. Beim Import neuer OSM-Daten bekam ich dann plötzlich NullPointer-Exceptions, ohne mir einer Schuld bewusst zu sein.
Einiges Debuggen brachte mich dann letztlich darauf, dass in dem Way, der zu dem Fehler führte, die gleiche Node zweimal hintereinander auftauchte.
Anscheinend wird das durch einen Bug in Potlatch verursacht, der schon seit einem Dreivierteljahr offen ist. Der Integrity-Checker xybot läuft dann zwar irgendwann drüber und korrigiert die Fehler, da sie aber täglich hundertfach neu entstehen, ist die Karte zu keinem Zeitpunkt fehlerfrei.
Offenbar ist der Fehler aber nicht so leicht zu reproduzieren, und der Potlatch-Autor scheint ihn auch nicht für sonderlich wichtig zu halten, jedenfalls klingen seine Kommentare im Ticket so.
Ich habe dann also in meinen Import-Code einen Workaround eingebaut und korrigiere die Fehler jetzt selbst. Außerdem habe ich den Bayern-Ausschnitt der Karte noch einmal neu heruntergeladen. Der Fehler, der ursprünglich zum Absurz geführt hatte, war schon behoben – und trotzdem bekam ich eine erschreckende Liste solcher Fehler, allein in der Bayernkarte waren es mehr als fünfzehn.
Ich mag OSM ja sehr, aber dass ich selber Fehler in der Datenintegrität korrigieren muss, für die kein Beitragender etwas kann, finde ich schon ein wenig schwach. Das hätte ich nicht erwartet.
Und natürlich kann ich mehr als nur verstehen, dass der Potlatch-Programmierer sich mit diesem Projekt sowieso mehr aufgehalst hat als ich mir auch nur vorstellen kann. Ein Fehler, der die Datenintegrität betrifft, ist meiner Ansicht nach aber kritisch, nicht nur wichtig, und müsste eigentlich schnellstmöglich eingegrenzt und gelöst werden, auch wenn die Fehler hinterher von einem Bot immer wieder gefixt werden.

Donnerstag, 26. August 2010

Lesenswerte Links: Rückblicke auf die Zukunft

In der Sendung „Forschung Aktuell“ bringt der Deutschlandfunk derzeit eine Reihe von Beiträgen, in denen untersucht wird, wie Forscher und Visionäre sich früher die Zukunft vorstellten, und was daraus heute tatsächlich geworden ist.
Eine wunderschöne Sammlung dessen, was ich teils selbst als Kind noch in den „Technikbüchern“ gelesen habe, die ich so liebte.
Nicht alle Beiträge wurden schon gesendet und sind insofern schon abrufbar (die Reihe läuft noch bis zum 7. September), aber hier ist die Übersicht über alle Beiträge, die in Textform oder zum Anhören genossen werden können.

Freitag, 13. August 2010

flattr lohnt sich

Ich hätte es nicht erwartet, aber es ist tatsächlich eingetreten: Ich verdiene Geld mit flattr!
Ok, das ist eigentlich fast schon übertrieben, sind es doch letztlich pro Monat nur Cent-Beträge. Trotzdem ist es mehr, als ich erwartet hätte.
Konkret: Der erste „Teilmonat“ Ende Mai war der lukrativste: Da ich nur ein paar Tage dabei war, wurden mir 29 Cent abgezogen, im gleichen Zeitraum erhielt ich flattrs für € 1,67.
Im Juni war waren es € 2,17 zu € 2,–, im Juli € 2,40 zu € 2,–.
Somit habe ich satte € 1,95 verdient! :-)
(Obwohl mein Blog alles andere als als wirklich vielbesucht ist, ist das übrigens etwas weniger, als ich im gleichen Zeitraum mit Google Ads eingenommen habe. Zieht man allerdings die flattr-Ausgaben nicht ab, war flattr mehr wert als die Anzeigen. Das nur am Rande.)
Die Einnahmen gehen vor allem auf das Konto meines flattr-Plugins für blogger.com, das insgesamt € 3,41 wert war, mithin etwas mehr als die Hälfte meines „Gesamteinkommens“. Nimmt man die während der Erstellung des Plugins erfolgten Forum-Posts im flattr-Forum hinzu, sind es sogar € 3,92. Und es wird mehr, denn mittlerweile ist das Plugin bei flattr „offiziell“ verlinkt.
Insgesamt ist das also mehr als nur positiv – hätte nicht gedacht, dass es so kommt.
Und meine Einnahmen werden natürlich bei flattr bleiben und somit anderen flattr-Usern zugutekommen.
Letztlich an mir verdient hat dann zwar nur flattr, und evtl. manch Blogger, der populär genug ist, dass es sich lohnt, sich die Einnahmen tatsächlich auszahlen zu lassen.
Trotzdem: Es ist eine gute Sache, wenn man die Wertschätzung eines Artikels oder sonstigen Netzinhalts auch mit etwas Geld ausdrücken kann, auch wenn es nur ein paar Cents sind.
Gerade weil es so einfach ist.

Donnerstag, 12. August 2010

Ein Jahr Zottels Zeug!

Hier ist er also: Der erste Geburtstag meines Blogs.
Es hat mehr Besucher angezogen, als ich anfangs gedacht hätte (vor allem dank Google-Suchen und später dank Androidblogs.de), und zu meinem Erstaunen reicht es sogar, um – zumindest bisher – auf flattr immer etwas mehr zu verdienen als auszugeben, wenn auch wirklich nur etwas mehr. :-) (Das wiederum liegt vor allem an meinem Blogger-Plugin für flattr.)
Es hat Spaß gemacht und tut das noch.
Auf weitere schöne Jahre! Prost!

P.S.: Immerhin 179 Posts habe ich zustandebekommen, am Anfang mehr, später weniger – aber am Anfang habe ich auch noch Nachrichten wiedergekäut, die schon zigfach woanders zu lesen waren. :-)

Mittwoch, 11. August 2010

Software-Root für Android: Nicht gut!

Überall und allenthalben berichten mobilfunkaffine Blogs über die neueste Errungenschaft aus der xda-developers-Szene: Root für die meisten Android-Telefone über die simple Installation eines Programms.
Und alle bejubeln die neuen Möglichkeiten: „Endlich“ sei es so einfach, auf einem Android-Telefon Root zu bekommen wie ein iPhone zu jailbreaken.
Dabei sind diese Entdeckungen und vor allem ihre Veröffentlichung alles andere als positiv: Die jetzt erhältlichen APKs arbeiten zwar mit einer su-Steuerung; der User kann also selbst entscheiden, welchen Applikationen er Root-Rechte gewähren will. Soweit, so gut und sicher, zumindest, solange man weiß, was man tut.
Das Problem ist die Existenz des Exploits an sich. Wenn dieses Programm Root-Rechte freischalten kann, kann jedes andere Programm das auch. Und aller Wahrscheinlichkeit nach ist es nicht nötig, die sinnvolle su-Ebene einzuschieben, wenn man das Programm ist, das gerade die Sicherheitslücke ausnutzt.
Mit andere Worten: So praktisch so eine Root-App sein mag: Die eigentlich wichtige Nachricht ist, dass es unter Android derzeit möglich ist, einfach so mir nichts, dir nichts, Root-Rechte zu erlangen, ohne dazu das Gerät an einen Computer zu hängen, spezielle OS-Versionen zu installieren und Ähnliches.
Um so vorsichtiger muss man ab sofort sein, wenn man Apps installiert, sei es aus dem Market oder aus anderen Quellen.
Denn: Hat eine App Root-Rechte, darf sie einfach alles. Dazu gehört nicht nur, beliebige Daten zu lesen und zu schreiben, ohne dass das vorher beim Installieren der App erkenntlich ist. Malware könnte alle Daten löschen und sogar das Telefon „bricken“, also unwiderruflich unbenutzbar machen. Dann kann man es nur noch wegwerfen.
Das ist es aber meist nicht, worauf Virenprogrammierer heutzutage aus sind. Viel interessanter ist es für sie, geheime Daten auszuspionieren und die Telefone in Botnetze zu integrieren, um Netz-Angriffe zu starten, Spam zu versenden oder Verbotenes auf ihnen zu lagern. Und natürlich, ohne Absicht des Users teure Mehrwertdienste anzurufen oder per SMS zu benutzen. (Danke Ge0rg, hatte ich vergessen.)

Diese Nachricht ist nicht erfreulich, sondern sehr erschreckend. Google muss diese Lücke schnell stopfen, nicht um den Rootern des Spaß zu verderben, sondern um eine scheunentorgleiche Sicherheitslücke zu eliminieren. Update: Wurde in Android 2.2.1 gefixt. Bislang ist diese Version aber nur für das Nexus One erhältlich.
Unlock und Root über den Bootloader ist eine Sache. Dafür muss der User sein Gerät absichtlich mit einem Rechner verbinden, und es ist zudem kompliziert genug, dass zumindest ein größerer Teil der Nutzer hoffentlich weiß, was er da tut. Diese Möglichkeiten sind somit wünschenswert.
Wenn aber jede dahergelaufene App dazu in der Lage ist, ist beliebigem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, auch und vor allem bei Usern, die nie vorhatten, sich selbst oder gar Anderen Root-Rechte auf ihrem Telefon einzuräumen.
Warum liest man also fast überall Jubel, nur selten auch nachdenkliche Stimmen? Denkt auch mal jemand nach, bevor er schreibt?

Stark verbesserte Kontakte in Google Mail

Seit gestern gibt es eine Überarbeitung in Google Mail, die für mich eine ungeheure Verbesserung der Nutzbarkeit darstellt:
Endlich wurden die Google-Mail-Kontakte auf die schon seit ewigen Zeiten intern genutzte neuere API umgestellt!
Das bedeutet: Eigene Felder für diverse Namen und Titel statt eines einzeigen Strings, ebenso für die einzelnen Teile einer Adresse. Update: Mit der Adresse geht das nicht – und ich glaube, nicht mehr, ich bin mir fast sicher, dass das ursprünglich möglich war. Sehr blöd. Aber immerhin ist diese Möglichkeit bei den Namen geblieben.
Damit verbunden endlich auch die Möglichkeit, nicht nur auf dem Telefon (ab Android 2.2 Froyo), sondern auch im Web die Kontakte nach Nachnamen sortieren zu lassen.
Noch viel wichtiger aber: Durch die jetzt verfügbaren Einzelfelder muss man man nicht mehr befürchten, dass man beim Editieren Kontakte „kaputtmacht“. Somit ist es endlich möglich, Kontakte auch online zu bearbeiten oder anzulegen.
Das ist wirklich ein Riesenschritt vorwärts für Leute wie mich, die Google Mail intensiv nutzen und ihre Kontakte auf dem Telefon, zu Hause am Rechner und im Web zur Verfügung haben wollen.
Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem ich ernsthaft überlege, ganz auf das (ohnehin alles andere als perfekte) Synchronisieren zum Mac verzichten soll. Schließlich nutze ich ohnehin Mailplane (site-specific Browser für Google Mail) für die Mail-Kommunikation, und mein zentraler Kalender ist nicht mehr iCal, sondern der Google-Kalender – warum also noch das Mac-Adressbuch unf iCal mit aktuellen Daten füttern?
Klar, etwas Unabhängigkeit von der Netzversorgung ist nicht schlecht (kann aber auch durch das Handy geleistet werden); außerdem sind die regelmäßigen Backups meines Macs eine Sicherheit, die man nicht vernachlässigen sollte. Mal sehen.
Jedenfalls: Es war schon lange Zeit für dieses Update, und ich bin froh, dass Google es endlich geschafft hat.

Dienstag, 10. August 2010

Nexus-One-Zubehör im HTC Store

Für alle, die wie ich schon lange darauf gewartet haben, zu einigermaßen erträglichen Konditionen die Docks fürs Nexus One kaufen zu können: Jetzt ist es möglich, sie sind im HTC Store erhältlich.