Mittwoch, 9. Dezember 2009

Negatives zum N900

Heute bin ich auf einen kurzen Online-Artikel der FAZ gestoßen, den ich durchaus erhellend finde: Die erste Rezension eines Nutzers, dem das N900 nicht gefällt.
Und tatsächlich sind da Punkte gelistet, die ziemlich indiskutabel sind:
  • Tippen ist nicht möglich, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt, weil die „Objektiv-Beule“ dazu führt, dass das N900 nur herumwackelt. Falls ein N900-Besitzer das liest: Geht das, wenn der kleine Ständer ausgeklappt ist? Wenn nicht würde mir das durchaus missfallen, auch wenn es nicht gerade ein Deal Breaker ist.
  • Keine HTML-Mails. Hallo? Das ist nun wirklich lächerlich. Das hat ein Smartphone zu beherrschen, und noch mehr wenn es als „Mini-Computer“ beworben wird, wie das N900. Unglaublich. Das ist ein Deal Breaker, solange es keine 3rd-Party-Software gibt, die diese Lücke schließt.Update: Fehlinformation.
  • Keine automatische Erkennung von Telefonnummern in Mails (und Webseiten, vermutlich?). Nicht arg schlimm, aber trotzdem fehlender Komfort, der heutzutage da sein sollte.
  • Keine Kennzeichnung in der Anrufliste, von welchem der einem Kontakt zugeordneten Nummern angerufen wurde. Hier bin ich mir nicht sicher, ob man da nicht noch eine Ebene tiefer in die die Anrufinformationen schauen kann, wie etwa beim iPhone – FAZ-Redakteure sind sicher keine Smartphone-Experten. Trotzdem – auch auf oberster Ebene sollte diese Information sofort erkenntlich sein, und es bedarf ja auch nur eines kleinen Wortes zusätzlich. Ich bilde mir allerdings ein, mal irgendwo gelesen zu haben, dass die Anrufliste und/oder die Kontaktliste zum telefonieren nur im Hochformat so richtig taugt, also wer weiß. Auch hier würde mich ein Kommentar eines Besitzers freuen.
In dem Artikel sind weitere Negativpunkte genannt, die ich aber entweder auf Wissensmangel der Redakteure zurückführe oder persönlich für unwichtig halte. Wer ein genaueres Bild möchte, sollte dem Link oben folgen.
Jedenfalls: Es wird immer klarer, dass vor einer Kaufentscheidung ein ausführlicher Test im Laden unverzichtbar sein wird.
Zum Glück wird wohl noch etwas Zeit vergehen, bis das Gerät für mich überhaupt theoretisch kaufbar wird: Ohne iSync-Plugin geht gar nichts.

Kommentare:

  1. Zu Punkt 1:
    Das N900 is so klein, daß man es beim Tippen mit einer Hand festhalten sollte. Sonst rutscht es hin und her. Egal, ob mit oder ohne Objektivbeule (Rückwand entfernen und ausprobieren...). Man kann auch tippen, wenn man den Ständer ausgeklappt hat. Allerdings rutscht es trotzdem. Diesen Punkt finde ich jedoch absolut nicht störend.

    Zu Punkt 2:
    Wie soll ein Programm automatisch Telefonnummern von z.b. License-Keys oder anderen Zahlenkombinationen unterscheiden können? Das geht höchstens wenn die Landesvorwahl mit angegeben wird und sich die Nummer bereits in den Kontakten befindet.

    Punkt 3:
    Doch, das N900 zeigt während des Klingelns das Anruferprofil (damit wirbt Nokia sogar!) - soweit der Anrufer in der Kontaktliste eingetragen ist - ansonsten einfach nur die Nummer. Einen verpassten Anruf signalisiert das N900 mit dem Blinken der blauen LED. Wenn man das N900 mit der Locking-Taste an der rechten Seite reaktiviert hat, dann zeigt es einen gelben Notizzettel auf dem draufsteht, welcher Anrufer vor wievielen Minuten versucht hat anzurufen.

    Ansonsten kann ich das N900 nur empfehlen.


    Viele Grüße aus Köln Porz-Wahnheide,
    Torben

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  2. Zu Punkt 2: iPhone und Android machen das. Natürlich werden dabei des Öfteren auch Nummern gekennzeichnet, die eigentlich gar keine Telefonnummern sind, aber das ist ja egal – Hauptsache, ich kann die echten Telefonnummern direkt anrufen, wenn ich drauftippe. Aber, wie oben schon geschrieben, das ist wirklich kein großes Ding.
    Zu Punkt 3: Da ging es um die Anruferliste, also den Teil, wo ich sehen kann, von wem die letzten x Anrufe kamen, egal ob sie soeben verpasst wurden oder schon eine Weile her sind. Stimmt es, dass in dieser Liste nicht ersichtlich ist, ob derjenige von seinem Handy, aus der Arbeit oder vom privaten Festnetzanschluss aus angerufen hat? Auch nicht, wenn man auf den Listeneintrag drauftippt?
    So oder so danke für Deine Anmerkungen.
    Zu empfehlen ist das Gerät zumindest für Leute, die entsprechend linuxbegeistert sind, ganz bestimmt – ein alter Freund von mir würde auch nichts anderes mehr wollen. Für mich selbst wäre es aber nichts.
    Geschmackssache, eben.

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