Freitag, 11. Dezember 2009

DRM funktioniert nicht – auch nicht in eBooks

Wieder ein guter Beitrag von Ronald Schild im Libreka-Blog. Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass seine wirklich guten und richtigen Analysen zum Thema DRM in eBooks bei den Verlagen endlich Gehör finden.
Denn, so sehr es sich die Verlage anders wünschen mögen, es bleibt dabei:
  1. DRM funktioniert nicht. Es wird immer knackbar sein und genkackt werden. Mir ist keine Ausnahme (bei Massenprodukten) bekannt.
  2. „Hartes“ DRM mit seinen Nutzungseinschränkungen stellt den ehrlichen Kunden schlechter als den Raubkopierer.
  3. Es macht nicht wenige potentielle Kunden erst zu Raubkopierern.
  4. Der Schaden überwiegt den Nutzen bei weitem.
  5. Immer und immer wieder: Schaut auf die Musikindustrie! Schaut darauf, wieviel Geld und Reputation dort durch „hartes“ DRM verlorenging! DRM sichert nicht Gewinne sondern generiert Verluste.
Das vom MVB/Libreka favorisierte „weiche“ DRM bringt dem ehrlichen Nutzer keine Einschränkungen, wird allgemein akzeptiert, ist unkompliziert (ganz anders als Adobe DRM), problemlos in Download-Stationen im stationären Buchhandel einsetzbar – und setzt eine gewisse Hürde vor's einfach-so-Weitergeben.
Selbstverständlich ist auch das nicht unknackbar. Selbstverständlich wird es Software geben, um diesen Schutz aus den Büchern zu entfernen. Das gilt für „hartes“ DRM aber auch.

Noch besteht Hoffnung, dass in deutschen Verlagshäusern ein Umdenken einsetzt. Ich bin sehr froh, dass es in deutschen Buchhandelskreisen mit Ronald Schild eine prominente Stimme gibt, die den Verlagen die Wahrheit sagt.
Niemand wird sagen können, er habe von nichts gewusst.

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