Freitag, 11. September 2009

Bei Gorleben geschummelt

Dass bei der ursprünglichen Bewertung von Gorleben als Endlager für hochradioaktive Abfälle einiges nicht mit rechten Dingen zuging, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Spiegel Online liefert eine schöne Zusammenfassung der bisher bekannten politischen Einflussnahmen auf ein entsprechendes Gutachten 1983.
Besonders interessant finde ich, wie von politischer Seite die Hinweise der Wissenschaftler auf möglichen Eintritt von Wasser und Laugen als „vermutlich hypothetisch“ bezeichnet werden; man solle das doch bitte weniger betonen. In der Asse sieht man heute schön, wie hypothetisch diese Befürchtungen wirklich sind.
Es ist wirklich unglaublich, wie vor den Gefahren ganz absichtlich Augen und Ohren verschlossen wurden und werden, wie sogar verhindert wird, dass solche Bedenken an die Öffentlichkeit geraten. Die Atomlobby ist in Deutschland eben immer stark gewesen.
Warum es immer noch viele Menschen gibt, die nach all dem, was mittlerweile aus verschiedensten Kraftwerken, Endlagern und von deren Betreibern bekannt ist, den Atombefürwortern glauben schenken, ist ein großes Rätsel für mich. Natürlich ist Stromerzeugung en gros ohne Kohledioxid-Ausstoß eine nette Vorstellung, aber warum sollte man sich das mit noch viel größeren Problemen erkaufen?
Weil man selbst nicht mehr leben wird, wenn diese Probleme akut werden, vermutlich.

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