Freitag, 18. September 2009

HFS+ kann komprimieren

Snow Leopard gibt sogar Platz frei, wenn es als Update installiert wird? Durchaus richtig, aber man könnte auch behaupten, dass Apple hier ein wenig beschissen hat:
Das Dateisystem HFS+ unterstützt in der Snow-Leopard-Version Kompression, und von Apple wird das bei Systemdateien offenbar auch kräftig genutzt. Der Witz ist, dass es im System keine Möglichkeit gibt herauszufinden, ob eine Datei komprimiert abgespeichert ist oder nicht – es wird immer die entpackte Größe angezeigt. Bei ganz vollen Platten könnte man also in Zukunft möglicherweise das Phänomen beobachten, dass mehr Platz belegt ist als die Platte überhaupt zur Verfügung stellt.
Grundsätzlich ist das ja ein sehr sinnvolles Feature, und mit dem Kommandozeilen-Befehl ditto kann man auch selbst komprimierte Files erstellen (dazu und zu noch etwas mehr Hintergrund siehe diesen Hint auf macosxhints.com). Vorsicht: Wer mit älteren Versionen von Mac OS X auf das gleiche Dateisystem zugreifen möchte, sollte das Komprimieren bleibenlassen, sie können die Dateien nicht lesen.
Dass Apple diese neuen Möglichkeiten aber nicht prominenter dargestellt hat und teilweise scheinbar sogar absichtlich dafür gesorgt hat, dass man der Kompression nicht auf die Spur kommen kann (das Kommandozeilen-Tool xattr zeigt in der OS-X-Version das Kompressions-Attribut nicht an), hinterlässt aber doch einen faden Beigeschmack.
Vielleicht wollte man nicht, dass eines der wenigen für den Endanwender direkt fühlbaren Features, nämlich mehr Platz auf der Platte, gar nicht mehr so spektakulär klingt?

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